Vermischtes

Urteil Vor zwölf Jahren Brand in Werk von Thyssenkrupp in Turin

Manager verurteilt

Hamm.Rund 12 Jahre nach einem Brand in einem Werk von Thyssenkrupp in Turin mit sieben Toten müssen zwei ehemaliger Manager des Unternehmens in Deutschland in Haft. Das Oberlandesgericht Hamm hat Beschwerden von den in Italien Verurteilten verworfen, teilte das Gericht am Dienstag mit. Die Deutschen, darunter der ehemalige Italien-Chef von Thyssenkrupp, müssen jetzt wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Brandstiftung für fünf Jahre ins Gefängnis.

In Italien waren die Manager 2016 zu neun Jahren und acht Monaten sowie sechs Jahren und zehn Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Essen hatte die Haftstrafen zwar für vollstreckbar erklärt, aber die Höhe auf deutsches Recht angepasst. In Deutschland gilt ein Höchstmaß für die Tatvorwürfe von fünf Jahren. Das Feuer und eine Explosion ereigneten sich in dem Turiner Werk am 6. Dezember 2007. Sieben Männer starben. Die Anklage hatte dem Unternehmen „bewusste Fahrlässigkeit“ und fehlende Investitionen in den Brandschutz vorgeworfen. Neben den beiden Deutschen wurden vier italienische Thyssenkrupp-Manager verurteilt. dpa

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