Vermischtes

Pandemie Den Schutz gibt es in klassischen Varianten, vom Lieblingsverein oder als Designerstück

Maske als „Must-have“ in diesem Sommer

Archivartikel

Berlin.Ob in Bussen und Bahnen oder beim Einkaufen: In ganz Deutschland werden nun Masken getragen. Wird der Nase-Mund-Schutz zum Sommertrend des Jahres? Weil wir es uns nicht ausgesucht haben, eher zum Sommer-Must-have, sagt der Modedesigner Guido Maria Kretschmer. Auch die Designerin Marina Hoermanseder sagt, in der aktuellen Zeit gehöre eine Maske in jeden gut sortierten Kleiderschrank. „Dadurch, dass sie Pflicht geworden ist, ist die Maske kein No-Go mehr, sondern salonfähig geworden“, sagt sie. Eine Typologie:

Der Klassiker

Schlicht und in hellen Farben sind diese Masken eher unauffällig – aber trotzdem absolut straßentauglich, sagt Hoermanseder. „So eine Maske mit Jeans und weißem T-Shirt sieht tadellos aus.“ Auch Kretschmer sieht Vorteile: „Dass man sofort sieht, wenn sie verschmutzt ist, dann muss sie sofort in die Wäsche gehen.“ Diese Masken hätten aber gleichzeitig auch immer etwas von „Krankenhaus“, findet der Designer.

Die Selbst-Genähte

Im Internet kursieren zahlreiche Anleitungen für das Basteln und Nähen von Masken. In verschiedenen Online-Shops lassen sich zudem individuelle Masken designen und bestellen. Hoermanseder plädiert dafür, sich auch für Mund und Nase ein schönes Stück Stoff auszusuchen: „Ich finde es toll, wenn man dem Stoff ansieht, dass auch ein tolles Kleid daraus sein könnte.“ Sie selber sei Fan von besonderen Masken, „aber nicht wild bedruckt oder aggressiv, eher elegant und dezent“.

Für Fußball-Fans

Eine Maske in Vereinsfarben oder gar mit Wappen? Für viele Fans ist das möglich, denn auch zahlreiche Fußballvereine und andere Sportclubs sind in die Maskenproduktion eingestiegen. Das kommt gut an: Der Bundesligaverein Eintracht Frankfurt zum Beispiel löste mit Masken mit seinem Adler-Logo und einem „Auf jetzt!“-Aufdruck eine große Nachfrage aus. Schon wenige Stunden nach Verkaufsbeginn seien rund 10 000 Masken vorbestellt worden, teilte der Verein mit. Beim Hamburger SV sind nach 57 000 Vorbestellungen derzeit keine weiteren Bestellungen möglich.

Die Statement-Maske

Auch mit Slogans wie „FCK Corona“ versehene Nase-Mund-Masken sind mittlerweile zu haben – und die Träger können Statements setzen oder Botschaften statt Keime weitertragen. Kretschmer sagt, es werde insgesamt sicherlich viele gute Masken-Designs geben, die zum jeweiligen Träger passen. Er selber findet zu überladene Masken – etwa mit riesigen Prints und vielen verschiedenen Farben – manchmal „zu viel“.

Das Designer-Stück

Zahlreiche Designer sind in die Produktion von Masken eingestiegen, und bieten unterschiedliche Farben, Formen und Stoffe an. „Es ist doch toll, ein Stück von einem Designer im Schrank zu haben, egal ob ein Kleid, eine Tasche oder eine Maske“, sagt Hoermanseder. Ihr Label hat fünf Farben im Angebot – von schlicht bis auffällig mit Camouflage-Muster. Masken bekommen einen neuen Stellenwert, weil sie Teil des Looks werden, sagt auch Kretschmer, der auch selber Masken designt hat.

Kindermaske

Bei Masken für die Kleinen sind der Kreativität noch weniger Grenzen gesetzt: „Kinder haben die Chance, dass sie eigentlich alles tragen können, was ihnen Freude bereitet“, sagt Kretschmer. Von kleinen Zeichnungen über Tier-Applikationen bis hin zu Blümchen gebe es viele Möglichkeiten. Gerade weil die aktuelle Situation für Kinder oft unverständlich sei, müsse man Kindern irgendwie zeigen, dass das Masken-Tragen Sinn habe. Die Devise laute daher: „Darauf achten, dass eine Maske auch ein bisschen Spaß macht und nicht zu medizinisch aussieht.“ dpa

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