Vermischtes

Buch Neue Details über das zerrüttete Verhältnis des Paars mit der royalen Familie werden bekannt

Meghan und Harry auf Rachefeldzug?

Archivartikel

London.Es geschah nur einige Monate, nachdem sich Prinz Harry und Meghan Markle verliebt und bereits verlobt hatten, dass Prinz William das große Gespräch mit seinem Bruder suchte. Die beiden standen sich nah, erst recht, seit die Mutter Prinzessin Diana bei einem Autounfall ums Leben kam. Der als vernünftig geltende William sah sich stets in der Beschützerrolle des wilden Harry. Auch jetzt. „Glaube nicht, dass du das überstürzen musst. Nimm dir so viel Zeit wie nötig, um dieses Mädchen kennenzulernen“, soll der ältere der beiden Brüder damals zu dem jüngeren gesagt haben. Erzürnt, dass William nicht einhundert Prozent hinter seiner Entscheidung stand, soll Harry über die anmaßende Beschreibung „dieses Mädchen“ gewütet haben.

Unschuldiges Opfer von Intrigen

Die Szene bringe es auf den Punkt, soll ein Freund später erzählt haben. „William, der Ruhige und Rationale, und Harry, der nicht anders kann, als Dinge zu persönlich zu nehmen.“ Mit dieser Episode soll der Brüderstreit begonnen haben, der unter anderem schlussendlich zum Abschied von Herzogin Meghan und Prinz Harry aus der „Firma“ der Windsors geführt hat. Ende März quittierten die beiden den Dienst im Auftrag der Krone. Beim letzten gemeinsamen Auftritt in der Westminster Abbey würdigten sich die einstmals als „Fab Four“ gefeierten Cambridges und Sussexes kaum eines Blickes.

Doch loslassen können der 35-jährige Harry und die 38 Jahre alte Meghan auch in ihrer neuen Heimat im kalifornischen Los Angeles nur schwer. Bereits jetzt sorgt das am 11. August erscheinende Enthüllungsbuch „Finding Freedom“ über den Austritt der Sussexes aus dem engsten Zirkel des Königshauses für Schlagzeilen.

Geschrieben haben es die US-Amerikaner Omid Scobie, royaler Korrespondent der Zeitschrift „Harper’s Bazaar“, und die Reporterin Carolyn Durand. Sie gehören klar dem Team Harry/Meghan an. Auch wenn die Sussexes bestreiten, mit den Journalisten zusammengearbeitet zu haben, sind sich Experten einig, dass sie gezielt Freunde, Ex-Mitarbeiter und andere Quellen unterrichtet haben und es sich bei dem Werk um eine unautorisierte Biografie des abtrünnigen Paares handelt, das sich ungerecht behandelt fühlt.

In „The Times“ und „The Sunday Times“ wurden in den vergangenen Tagen Auszüge gedruckt. Die Ausschnitte lesen sich wie eine Abrechnung der beiden mit der Königsfamilie, den Palastangestellten, den Medien, der Öffentlichkeit. Nicht einmal Königin Elizabeth II. bleibt Kritik erspart. Ihr wird vorgeworfen, bei ihrer Weihnachtsansprache kein Foto der Familie Sussex zur Schau gestellt zu haben.

Das Königshaus Großbritanniens als eine Soap Opera in Echtzeit, die die royale Fanwelt bestürzt oder erfreut. Im Buch werden Prinz Harry und Herzogin Meghan als Opfer von Intrigen der jahrhundertealten Institution und der bösen Presse dargestellt. „Verbittert, neidisch, gemieden“, titelte „The Sun“ über die „Buch-Rache“ von Harry und Meghan. Darin wird etwa detailliert aufgedröselt, wie die beiden von den Cambridges nicht aufgenommen worden wären. Wie Meghan sich von Herzogin Catherine im Stich gelassen fühlte, auch wenn nun Freunde von William und Kate bereits betont haben, dass der ehemaligen US-Schauspielerin „der rote Teppich ausgerollt“ worden sei.

Eifersucht unter Brüdern

Das Buch beschreibt auch Harrys Eifersucht auf den Bruder, der sich als künftiger König in einer besseren finanziellen Position befindet. Daraus soll Missgunst entsprungen sein. So heißt es, dass der Herzog und die Herzogin von Sussex durch ihre Popularität und ihre Märchenhochzeit „Millionen an Einnahmen“ gebracht hätten, und trotzdem bei wichtigen Terminen zurückstecken mussten hinter Prinz Charles und Camilla sowie Prinz William und Catherine.

„Ich habe mein ganzes Leben für diese Familie aufgegeben. Ich war bereit, alles zu tun, was nötig ist“, wird Meghan zitiert. Ob die beiden sich mit ihrem „Evangelium für Meghan und Harry“, wie es Insider bezeichnen, einen Gefallen getan haben, darf bezweifelt werden. In Großbritannien kommt das Nach-treten aus der Ferne alles andere als gut an. Beobachter meinen, mit den Enthüllungen hätte das Paar jede Chance auf eine Rückkehr ins Königshaus verspielt. „Vielleicht werden sich die Sussexes erleichtert fühlen, dass nun alles raus ist“, schreibt die Königshaus-Korrespondentin der „Sunday Times“ Roya Nikkhah. Vielleicht werde es die Wunden heilen. „Aber war es das wirklich wert?“

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