Vermischtes

Unglück Nach dem tragischen Tod von sieben Menschen auf Mallorca mischt sich in die Trauer auch Kritik an den Behörden

Menschliches Versagen als Ursache?

Archivartikel

Palma.Das Hubschrauberunglück mit sieben Toten auf Mallorca ist möglicherweise auf menschliches Versagen zurückzuführen. Die Piloten des Helikopters und des Kleinflugzeuges, die am Sonntag in 250 Metern Höhe zusammenstießen, hätten sich wohl nicht gesehen, berichteten Medien am Dienstag unter Berufung auf Ermittler. Hinweise auf ein technisches Versagen gebe es nicht. Unter den Toten war auch eine vierköpfige Familie aus München. Nach der Befragung der ersten Augenzeugen deute alles darauf hin, dass menschliches Versagen die Unfallursache sei, zitierten die Medien.

Vier Experten der spanischen Zivilluftfahrtbehörde versuchen, der Unfallursache auf den Grund zu gehen. Am Dienstag nahm auch eine Richterin am Untersuchungsgericht in Inca Ermittlungen auf. Die Leichen sollten den Familien erst nach eingehenden Autopsien zur Bestattung übergeben werden, hieß es.

Inmitten der Trauer wird jedoch immer mehr Kritik laut. Der Schriftsteller und „Diario de Mallorca“-Kolumnist Matías Vallés schrieb von einem „Durcheinander in einem kontrolllosen Luftverkehr“. Er fordert von den Politikern Antworten auf Fragen wie: Wie viele Hubschrauber gibt es auf Mallorca? Wer kontrolliert den Luftraum?

Da Hubschrauber und Ultraleichtflieger keine Möglichkeit hätten, sich untereinander zu verständigen, weil sie normalerweise auf verschiedenen Frequenzen verbunden seien, sei es „am Wichtigsten, dass man das Sichtfeld unter Kontrolle behält“, so der spanische Ultraleichtflieger-Verband. 

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