Vermischtes

Messerverbot wird geprüft

Der Bundesrat prüft ein Messerverbot an vielen öffentlichen Orten. „Niemand braucht ein Messer im Umfeld von Schulen, im Bus oder am Bahnhof“, sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Freitag. Sein Bundesland hatte den Vorschlag gemeinsam mit Bremen in die Länderkammer eingebracht. „Nur wer ein Messer bei sich trägt, kann es im Zweifel auch gegen andere einsetzen. Diese Möglichkeit wollen wir einschränken.“

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) forderte eine rasche Umsetzung. „Wir können zwar schon jetzt Waffenverbotszonen einrichten, aber nur im Zusammenhang mit Kriminalitätsschwerpunkten und entsprechenden Prognosen zu einem vermehrten Messereinsatz“, sagte der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow. „Wir möchten die Zonen generell auf Plätze ausweiten, an denen sich viele Menschen aufhalten.“

Wenn der zuständige Ausschuss im Bundesrat den Vorstoß rasch berät, könnte er noch vor der Sommerpause zur Entscheidung an den Bundestag weitergeleitet werden. dpa