Vermischtes

USA Magazin „Time“ würdigt Frauenbewegung

#MeToo ist „Person des Jahres“

New York.Das US-Magazin „Time“ hat die Frauen und Männer, die mit der #MeToo-Bewegung das Schweigen über sexuelle Übergriffe gebrochen haben, zur Person des Jahres 2017 erklärt. Auf die Titelseite der aktuellen Ausgabe setzte die Zeitschrift Frauen wie Schauspielerin Ashley Judd und die Software-Entwicklerin Susan Fowler. Judd hatte gemeinsam mit anderen Frauen die Affäre um Filmproduzent Harvey Weinstein losgetreten, dem sexuelle Übergriffe vorgeworfen werden. Fowler hatte eine Unternehmenskultur voller Sexismus beim Fahrdienstanbieter Uber beschrieben, die Firmenchef Travis Kalanick schließlich aus dem Amt trieb.

„Die mitreißenden Handlungen der Frauen auf unserer Titelseite gemeinsam mit Hunderten anderen sowie vielen Männern haben eine der schnellsten Veränderungen in unserer Kultur seit den 1960er Jahren freigesetzt“, teilte „Time“-Chefredakteur Edward Felsenthal gestern mit. Im Internet hatten Frauen weltweit unter dem Hashtag #MeToo von sexuellen Übergriffen berichtet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Entscheidung gewürdigt. „Wir haben ihnen für den Mut zu danken, das Schweigen über sexuelle Übergriffe zu brechen und für die weltweite Diskussion, die sie damit angestoßen haben“, ließ sich Merkel im Kurznachrichtendienst Twitter zitieren. (dpa)