Vermischtes

Umwelt Forscher untersuchen Abfall auf dem Meeresboden

Müll noch gut erhalten

Archivartikel

Kiel.Etwas dreckig ist sie schon, diese Verpackung von Quark. Aber ansonsten ist sie noch gut erhalten. Auch die Cola-Dose ist noch zu erkennen. Forscher haben sie aber nicht auf einer Müllkippe gefunden, sondern auf dem Meeresboden. Dort hat sie ein spezieller Roboter aufgesammelt, der sehr, sehr tief unter Wasser tauchen kann.

Und nicht nur das: Die Verpackung und die Dose müssen dort schon sehr lange gelegen haben. Ungefähr 20 Jahre, schätzen die Wissenschaftler, vielleicht noch länger. Andere Forscher hatten den Müll wohl im Meer hinterlassen, als sie vor vielen Jahren dort etwas ganz anderes erforschten.

Doch woher wissen die Fachleute, wie alt der Müll ist? Die Quarkpackung eines deutschen Herstellers zeigte eine fünfstellige Postleitzahl, die es erst seit 1990 gibt. Zudem war der Hersteller 1999 aufgekauft worden, womit der Markenname verschwand. Die Dose wurde sogar vor mehr als 30 Jahren hergestellt. Das konnte man an der Werbung auf ihr erkennen. Sie war in eine Plastiktüte eingewickelt. Dadurch sei die Dose so gut erhalten geblieben, sagt ein Experte.

Die Funde zeigen: Plastikmüll am Meeresboden löst sich auch nach vielen Jahren kaum auf. Durch die Menschen landet aber sehr viel Plastikmüll im Ozean. Der Abfall schadet den Tieren, der Natur und damit auch uns Menschen. Bisher wusste man allerdings noch nicht so viel darüber, was mit Müll passiert, der ganz besonders tief auf dem Meeresboden landet. Deshalb wird daran noch geforscht. dpa

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