Vermischtes

Medizin Bauchnabel erinnert an die Geburt

Nabelschnur dient der Versorgung

Göttingen.Er ist rund und sieht oft ein bisschen lustig aus: Jeder Mensch hat einen Bauchnabel. Wieso eigentlich? Das hängt mit der Nabelschnur zusammen. Wenn ein Baby im Bauch der Mutter heranwächst, ist es über die Nabelschnur fest mit ihr verbunden. „Der Bauchnabel ist der Punkt am Bauch, von dem aus die Nabelschnur zu der Mutter führte“, erklärt die Ärztin Tanja Brunnert.

Die Nabelschnur hat eine enorm wichtige Aufgabe. Das ungeborene Baby bekommt darüber im Bauch alles, was es braucht. Die Nabelschnur funktioniert wie eine Leitung. Darüber erhält das Baby zum Beispiel Sauerstoff und andere wichtige Stoffe. „So kann es gut wachsen und sich entwickeln“, sagt die Ärztin.

Das Baby wird sogar über die Geburt hinaus versorgt. Über die Nabelschnur bekommt es zum Beispiel Abwehrstoffe gegen Krankheiten, die seine Mutter bereits hatte. So kann sich das Baby in den ersten Monaten nicht so schnell mit manchen Krankheiten anstecken.

Die Nabelschnur funktioniert aber auch in die andere Richtung. Das Ungeborene wird im Mutterleib darüber nicht nur versorgt, sondern die Nabelschnur transportiert auch alles ab, was es nicht mehr braucht. „Das ist nach der Geburt eigentlich gar nicht so anders“, sagt Tanja Brunnert: „Die Eltern machen das Essen und danach wird der Tisch wieder abgeräumt.“

Die Nabelschnur ist übrigens ziemlich lang und beweglich. Das ist wichtig, weil das Baby im Bauch manchmal ganz schön wild tobt und mit der Nabelschnur spielt. So bekommt diese und auch die Blutgefäße im Innern keinen Knick.

Wenn ein Kind geboren wird, hängt die Nabelschnur zunächst noch an ihm. Sie wird dann abgeschnürt und durchgeschnitten. Das tut dem Neugeborenen aber nicht weh. dpa

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