Vermischtes

Wetter Sommergewitter über Deutschland / Verkehr auf Straße, Schiene und in der Luft vielfach lahmgelegt / Hoch „Kevin“ bringt Wärme zurück

Nach der Hitze kommt der große Knall

Offenbach.Eine Unwetterfront ist von West nach Ost über Deutschland gezogen und hat zu Behinderungen im Bahn-, Flug- und Straßenverkehr geführt. Die von vielen ersehnten Sommergewitter wirbelten Zehntausenden Menschen die Pläne durcheinander. Die Feuerwehren hatten Hunderte Einsätze, oft wegen umgestürzter Bäume. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) ist die große Hitze vorerst vorbei – sommerlich warm bleibt es trotzdem. Hoch „Kevin“ bringt trockene Luft – außer dem Südosten Bayerns und Schleswig-Holstein. Gewittertief „Oriana“ mit Sturm und Regen brachte dem Norden Deutschlands erhebliche Einschränkungen im Bahnverkehr. Zahlreiche Hauptstrecken waren am Abend gesperrt, darunter Hamburg-Berlin, Hannover-Berlin, Hannover-Osnabrück, Hannover-Hamburg-Kiel, Hannover-Bremen-Norddeich, Osnabrück-Bremen-Hamburg, Hamburg-Stralsund sowie Dortmund-Hamm-Bielefeld.

Für Reisende, die ihre Fahrt nicht mehr fortsetzen konnten, stellte die Deutsche Bahn an mehreren Bahnhöfen wie Dortmund, Hamm/Westfalen, Hannover, Braunschweig oder Berlin Aufenthaltszüge bereit.

In Hessen kam es zu erheblichen Folgeverspätungen, nachdem der Zugverkehr am Frankfurter Hauptbahnhof für gut eine Stunde unterbrochen worden war. Wegen der Gewitterfront wurde am Donnerstagnachmittag auch an Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt etwa eine halbe Stunde der Betrieb eingestellt. Umgestürzte Bäume blockierten auch die A3 (Frankfurt-Würzburg) bei Seligenstadt in Hessen. Die Autobahn wurde am Nachmittag in Fahrtrichtung Würzburg komplett gesperrt. Der Verkehr staute sich auf einer Länge von mehr als 20 Kilometern. Am frühen Abend wurde der Verkehr in Richtung Würzburg auf einer Spur wieder freigegeben. An der A4 in Thüringen wirbelte starker Wind am Abend plötzlich trockene Erde von einem Feld auf, so dass die Sichtweite auf der Autobahn nahe Eisenach vorübergehend weniger als 20 Meter betrug. Unwetter mit orkanartigen Sturmböen von bis zu 110 Stundenkilometern und Regen erreichten vielerorts auch Nordrhein-Westfalen sowie Teile Niedersachsens. dpa