Vermischtes

Gefängnis Beamtin hatte Affäre mit Häftling

Nacktfotos: Job weg

Archivartikel

Koblenz.Nacktfotos von sich selbst einem Häftling überlassen: Eine Gefängnisbeamtin ist vergeblich gegen ihre Entfernung aus dem Dienst wegen Verstoßes gegen das Distanzgebot vorgegangen. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Rheinland-Pfalz in Koblenz wies ihre Berufung nach Mitteilung vom Dienstag zurück – rechtskräftig und damit endgültig.

2019 hatte bereits das Verwaltungsgericht (VG) Trier die Beamtin aus dem Dienst entfernt: Sie habe mehrere Monate lang eine Liebesbeziehung mit einem Häftling in einem Gefängnis „der Rheinschiene“ gehabt. Unter Verschleierung ihrer Identität habe die Justizvollzugsbeamtin dem Gefangenen Briefe geschrieben – mit der „Offenbarung sexueller Vorlieben und Fantasien sowie einer avisierten gemeinsamen Zukunft“. Zudem habe die Frau im Alter von „über 50“ ein Armband und ein T-Shirt des Mannes nach Hause genommen. Vor der Gefängnisleitung hielt sie die Affäre laut dem VG geheim. Diese flog bei einer Kontrolle der Häftlingspost auf.

Mit der Überlassung von Nacktfotos sowie von Aufnahmen ihrer Wohnstätte und ihres Grundstücks habe sich die Beamtin erpressbar gemacht. Das OVG folgte in seinem Urteil jetzt der Auffassung des Verwaltungsgerichts Trier. dpa

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