Vermischtes

Karneval Mainzer und Kölner Rosenmontagszüge heute mit besonderen Sicherheitsauflagen / Verzicht auf Pferde

Narren wollen Sturmtief trotzen

Archivartikel

Köln/Düsseldorf/Mainz.Die Karnevalshochburgen am Rhein planen um, aber sagen nicht ab: Trotz des drohenden Sturmtiefs „Bennet“ werden die Rosenmontagszüge in Köln, Düsseldorf und Mainz rollen. Alaaf und Helau! Allerdings müssen sich die erwarteten Hunderttausenden Narren auf Einschränkungen einstellen – und in Düsseldorf auch auf rund anderthalb Stunden Verspätung. Am spannendsten machte es Düsseldorf, wo die Entscheidung erst gestern Abend fiel.

Köln hatte sich nach tagelangem Bangen gestern Mittag als erste Metropole entschieden, dem Sturm die Stirn zu bieten. Die Millionenstadt will aber aus Sicherheitsgründen auf tragbare Großfiguren, Fahnen, Schilder, Pferde und Kutschen verzichten, wie das Kölner Festkomitee und die Stadt ankündigten.

Der Mainzer Carneval-Verein meldete am Nachmittag, man werde den Umzug nicht abblasen, aber ganz ohne Pferde auskommen müssen.

Düsseldorf später

Nur in Düsseldorf zitterten die Jecken weiter. Gegen 18.30 Uhr kam dann die frohe Botschaft. Der Rosenmontagszug soll allerdings erst um 13.30 Uhr anrollen – geplant war ursprünglich 11.50 Uhr. Ein Sprecher des Comitee Düsseldorfer Carneval sagte, es deute alles darauf hin, dass das Sturmtief „Bennet“ am späten Mittag über Düsseldorf hinweggezogen sein werde.

Teilnehmer und Besucher sollten sich nicht vor 13 Uhr am Startort in der Düsseldorfer Innenstadt einfinden. Und die Anwohner rief das Comitee auf, Vorsorge zu treffen, damit von Balkonen oder Terrassen keine losen Gegenstände auf den Zugweg geweht werden könnten.

Zuvor hatte der Verein sich mit Vertretern von Stadt, Feuerwehr, Polizei und Rettungskräften beraten. In der Landeshauptstadt von NRW kann der Rosenmontagszug nur bis Windstärke 7 stattfinden – ab Windstärke 8 muss er abgesagt werden. Der Deutsche Wetterdienst hatte starke Windböen vor allem für den Vormittag vorhergesagt – in der Spitze mit Stärken von 8 bis 9. Am Nachmittag sollte der Sturm abflauen. 2016 war der Umzug einem Sturm zum Opfer gefallen.

Auch Mainz hatte sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Dort soll es pünktlich ab 11.11 Uhr vor rund 500 000 Zuschauern losgehen. dpa