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Dengue-Fieber Philippinen melden mehr als 600 Tote

Notstand ausgerufen

Manila.Auf den Philippinen hat die Regierung nach mehr als 600 Toten durch das Dengue-Fieber am Dienstag den Notstand erklärt. Das Gesundheitsministerium bezifferte die Zahl der Opfer seit Jahresbeginn auf 622. Besonders betroffen ist die Hauptstadtregion rund um Manila. Laut Behörden könnte der Anstieg daran liegen, dass ein besonders aggressiver Virentyp unterwegs sei. Einen Zusammenhang zu einem Impfskandal vor zwei Jahren stellten sie nicht her.

Impfskandal vor zwei Jahren

Insgesamt wurden auf den Philippinen seit Anfang des Jahres mehr als 146 000 Fälle registriert – fast doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum 2018. Das von Stechmücken übertragene Virus hat sich laut Weltgesundheitsorganisation dramatisch ausgebreitet. In mehreren Ländern Asiens und Lateinamerikas sei Dengue eine Hauptursache für Todesfälle bei Kindern. Die Infektion äußert sich oft als Fieber mit grippeähnlichen Symptomen.

Auf den Philippinen hatte die Regierung vor zwei Jahren einen Impfstoff aus dem Verkehr gezogen. Inzwischen wurde dem französischen Konzern Sanofi Pasteur die Lizenz für das Mittel Dengvaxia auf Dauer verweigert. 2016/17 hatte es nach der Impfung von Kindern mehrere Todesfälle gegeben. dpa

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