Vermischtes

Wetter Unfälle und Verletzte nach Stürmen und Schnee / Höllentalbahn kurzfristig gesperrt / Wind bringt Kleinlaster zum Kippen

November bleibt nass und ungemütlich

Offenbach/Berlin.Straßenglätte im Nordosten, Schnee in den Mittelgebirgen und Herbststürme im Südwesten: Das Wetter am zweiten November-Wochenende war vielerorts nicht nur ungemütlich, sondern auch gefährlich. Es gab zahlreiche Unfälle mit mehreren Verletzten.

Straßenglätte und Hagelschauer

Vor allem in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen machte Straßenglätte den Autofahrern zu schaffen. Auf der A14 bei Ludwigslust überschlug sich ein Sprinter und blieb neben der Fahrbahn liegen. Der Fahrer blieb unverletzt. In Niedersachsen kam es zu etlichen Verkehrsunfällen bei Hagelschauern.

Auf der Autobahn A27 habe es am Wochenende 15 Unfälle mit einem Gesamtschaden von mehr als 100 000 Euro gegeben, teilte die Polizei mit. In den Mittelgebirgen zog der Winter ein, etwa auf dem Brocken und in den Kammlagen des Harzes.

Bis Sonntagmorgen wuchs die Schneedecke auf dem Brocken auf 14 Zentimeter an, wie Meteorologe Jens Oehmichen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) sagte. Am Erbeskopf im Hunsrück rutschten erstmals in diesem Herbst Kinder mit Schlitten einen Rodelhang hinunter.

Boden noch zu warm

Auch Hessens höchster Berg, die Wasserkuppe (950 Meter), und der Große Feldberg im Taunus (881 Meter) präsentierten sich in frühwinterlichem Gewand. Ausflügler bauten die ersten Schneemänner der Saison. "Im Moment schneit es noch, aber der Boden ist zu warm, da taut viel weg", sagte Florian Heitmann von der Ski- und Rodelarena Wasserkuppe. Im Südwesten vermieste ein kräftiger Herbststurm vielen Menschen den Sonntag. Auf der Rastanlage Denkendorf kippte der Wind zwei Kleinlaster um, drei parkende Autos seien "wie Dominosteine" zusammengeschoben worden, hieß es von der Polizei. Eine Insassin wurde verletzt. Vielerorts kam es zu Überflutungen, Bäume und Baugerüste fielen um. Auch witterungsbedingte Unfälle wurden gemeldet.

Die Höllentalbahn im Südschwarzwald war für drei Stunden gesperrt, nachdem zwei Bäume auf die Oberleitung der Strecke bei Kirchzarten gefallen waren. Die 36 Kilometer lange Höllentalbahn verbindet Freiburg mit dem Hochschwarzwald und ist eine beliebte Touristenstrecke. Auf dem Bodensee wurde der Katamaran-Verkehr zwischen Konstanz und Friedrichshafen zeitweise eingestellt.

Die neue Woche beginnt mit Schauern vor allem in den Mittelgebirgen und am Alpenrand, nur vereinzelt wird sich heute im Norden die Sonne blicken lassen, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Oberhalb von 600 Metern fällt demnach etwas Schnee, in den Alpen kann es auch mehr sein. dpa