Vermischtes

Nur die Weinheimer Wehr macht mit

„Eine super Idee“ findet Karlheinz Gremm, Kommandant der Feuerwehr Mannheim, die Idee mit dem „Twitter-Gewitter“. Das könne dazu beitragen, den europaweiten Notruf 112 bekannter zu machen sowie Verständnis für die Arbeit der Einsatzkräfte zu wecken. Aber er hat sich nicht daran beteiligt – wie auch keine andere Berufsfeuerwehr in Baden-Württemberg oder der Region.

„Bei Licht betrachtet machen da nur die ganz großen Berufsfeuerwehren wie Hamburg, Berlin und München mit“, so Gremm. „Wir haben dazu weder Personal noch Infrastruktur“, betont er. Das Personal der Leitstelle sei ausgelastet, die Notrufe abzuarbeiten. „Man kann das nicht so nebenbei machen, Informationen müssen ja aufbereitet werden“, gibt Gremm zu bedenken. Zudem können die Feuerwehren von Millionenstädten, die auch den Rettungsdienst mit betreiben, über viel mehr Einsätze berichten. „Wir haben keinen Twitterkanal“, sagt ebenso Georg Belge, Kommandant der Heidelberger Feuerwehr. Sie hat eine eigene Facebook-Seite: „Das ist schon Aufwand genug, da dranzubleiben, aber mehr können wir personell gar nicht leisten“, so Belge.

„Super“ findet Ralf Mittelbach, stellvertretender Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Weinheim, die Aktion. Sie war vorher nicht einbezogen, da sie keine Berufsfeuerwehr ist, „aber wir machen das mit unserem Social Media Team täglich“, so Mittelbach, dessen Öffentlichkeitsarbeit unter Feuerwehren als vorbildlich gilt: „Über Facebook und Twitter haben wir nicht nur über den Tag des Notrufs berichtet, sondern auch über Einsätze!“ pwr