Vermischtes

Stuttgarter Krawallnacht Versuchter Totschlag vor Gericht

Öffentlichkeitausgesperrt

Stuttgart.Im Prozess um die Ausschreitungen in der Stuttgarter Innenstadt ist die Öffentlichkeit am Mittwoch ausgeschlossen worden. Die beiden Angeklagten, die sich wegen versuchten Totschlags verantworten müssen, müssten wegen ihres jugendlichen Alters geschützt werden, entschied der Vorsitzende Richter des Landgerichts.

Zwar gebe es ein starkes öffentliches Interesse an dem Fall. Allerdings wiege die Gefahr einer Bloßstellung und Stigmatisierung schwerer. Der jüngere der 17 und 19 Jahre alten Angeklagten sei zudem noch wenig selbstständig. „Es gilt, ihn zu schützen und seine weitere Reifung nicht zu gefährden“, so der Richter.

Der Fall ist einer der gravierendsten in einer ganzen Reihe von Prozessen zur Krawallnacht. Der damals 16 Jahre alte Deutsche aus Geislingen/Steige soll in der Krawallnacht im vergangenen Juni einem am Boden liegenden und bereits bewusstlosen Mann gezielt gegen den Kopf getreten haben. Dem anderen, in Esslingen wohnenden Mann wird vorgeworfen, das gebilligt zu haben.

Die Jugendkammer plant mit mindestens acht Verhandlungstagen bis Anfang März. dpa

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