Vermischtes

Wetter Schneerekord in Mecklenburg-Vorpommern / Nächstes Wochenende 25 Grad möglich

Ostern sieht im Norden weihnachtlich aus

Archivartikel

Offenbach.An Ostern durch Tiefschnee stapfen: Während in der Rhein-Neckar-Region gestern zahlreiche Menschen ausgiebig die Sonnenstrahlen genossen, dürfte sich die Begeisterung über das Feiertagswetter andernorts in Grenzen gehalten haben: In Mecklenburg-Vorpommern sorgte ein Wintereinbruch am Wochenende für rekordverdächtige Schneehöhen.

35 Zentimeter wurden laut Deutschem Wetterdienst aus Gersdorf gemeldet, so viel wie in dem Bundesland seit 1970 in einem April nicht mehr. Besonders hart traf es einen Vogelpark in Marlow.

Probleme bei der Bahn

Vor allem entlang der Küste zwischen Wismar und Stralsund gingen dichte Schneeschauer nieder. Auf glatten Fahrbahnen kam es zu etlichen Unfällen – nach ersten Erhebungen der Polizei waren es landesweit mehr als 100 von Samstag bis Sonntagnacht. Das sei angesichts der extremen Schneemengen dennoch eine „überschaubare Zahl“ – „viele sind bei dem Blick aus dem Fenster wohl doch lieber zu Hause geblieben“, sagte ein Polizeisprecher in Rostock.

Die Schneelast ließ Bäume auf Stromleitungen stürzen, was zu Stromausfällen führte. Im Bahnverkehr fielen in der Folge mehrere Verbindungen aus, auf anderen Strecken gab es wetterbedingte Verspätungen. Der Badeort Graal-Müritz bei Rostock war auch gestern noch nicht mit dem Zug zu erreichen.

Im Vogelpark in Marlow brach unter den Schneemassen ein Großteil der Außengehege zusammen, wie Parkdirektor Matthias Haase sagte. Waldrappe, Loris, Schwarzstörche, Schnee-Eulen sowie ein See- und zwei Schreiadler seien davongeflogen. Auch der Rostocker Zoo und der Wildpark in Güstrow blieben wegen diverser Schäden und aus Sicherheitsgründen über Ostern geschlossen.

In Berlin schneit es

Auch in Berlin schneite es am Ostersonntag. Wegen des schlechten Wetters mussten einige Osterfeuer in der Harzregion und im Norden abgesagt werden. Im Süden Deutschlands, in München, war es bei Temperaturen um acht Grad zu kalt und zu nass für einen Besuch im Biergarten.

Das dürfte sich in den kommenden Tagen entschieden ändern: Der Dienstag bringe schon Temperaturen zwischen 16 und 22 Grad, hieß es gestern vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Allerdings gebe es dazu vom Nordwesten bis zur Mitte und in den Südwesten hinein Schauer und einzelne Gewitter. Große Hoffnungen weckten die Wetterexperten schon mal für das kommende Wochenende: Mancherorts könnten dann Höchstwerte von 25 Grad möglich sein – und damit der erste Sommertag des Jahres. dpa