Vermischtes

Schwert-Angriff Verdächtiger bereits polizeibekannt

Persönliches Motiv

Archivartikel

Stuttgart.Kerzen und Blumen stehen am Tatort, die Bestürzung ist zwei Tage nach dem Schwert-Angriff in Stuttgart groß: Der inzwischen in Untersuchungshaft sitzende mutmaßliche Täter hatte laut Staatsanwaltschaft ausschließlich persönliche Beweggründe. „Es gibt weder religiöse noch politische Motive“, sagte Staatsanwalt Heiner Römhild am Freitag. Ob der geständige 28-Jährige sich zu Details geäußert hat, ließ er offen. Derzeit werde die Identität des Mannes geklärt. Bislang geht die Polizei davon aus, dass er Syrer ist und seit 2015 mit gültigem Aufenthaltsstatus in Deutschland lebt.

Waffe frei verkäuflich

Der Verdächtige war der Polizei bereits vor der Tat bekannt, wie ein Sprecher berichtete – ohne jedoch zu sagen, weswegen. Zu Medienberichten, dass der Mann mit einer gefälschten Identität nach Deutschland gekommen sei, sagte der Beamte: „Wir können uns nicht in Spekulationen ergehen.“ Man brauche gesicherte Erkenntnisse. Auch wie der Mann an das Schwert gekommen ist, wird derzeit noch untersucht. Laut einem Waffenhändler sind solche Schwerter frei käuflich ab 18 Jahren.

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) sprach sich für mehr Polizeipräsenz in Wohngebieten aus, um das Sicherheitsgefühl der Menschen zu verbessern. Und Justizminister Guido Wolf (CDU) mahnte gesetzliche Schritte gegen Menschen an, die durch das Teilen von Gewaltvideos den Opfern die Würde nähmen. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart prüft derzeit, ob sich Menschen, die Videos aufgezeichnet und hochgeladen haben, strafbar gemacht haben. dpa

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