Vermischtes

Ernährung Einige Sorten in Bayern noch von Tschernobyl verstrahlt

Pilze radioaktiv belastet

München.Mehr als drei Jahrzehnte nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind einzelne Wildpilz-arten in Bayern immer noch stark mit radioaktivem Cäsium belastet. Das teilte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) am Mittwoch mit. Betroffen seien etwa Semmelstoppelpilze, Schnecklinge, Maronenröhrlinge, Elfenbein- und Braunscheibige.

„Im Extremfall enthält eine einzelne Mahlzeit dieser Pilze mehr Cäsium-137 als man mit anderen Lebensmitteln aus landwirtschaftlicher Produktion in einem ganzen Jahr zu sich nimmt“, sagte Inge Paulini, Präsidentin des BfS. „Wer seine persönliche Strahlenbelastung so gering wie möglich halten möchte, sollte darum keine stark belasteten Pilzarten aus höher belasteten Regionen essen.“

Nach dem Super-Gau in dem Atomkraftwerk in der Ukraine im Jahr 1986 wurden die genannten Gebiete in Bayern zehn Mal heftiger belastet als beispielsweise Norddeutschland. Das Cäsium-137 sei wegen seiner Halbwertszeit von rund 30 Jahren bisher etwa nur zur Hälfte zerfallen. 

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