Vermischtes

Verkehr Ermittler gehen nach tödlichem Unfall in Berlin Hinweis auf epileptischen Anfall nach / Trauernde legen Blumen nieder

Polizei schaltet Zeugen-Portal frei

Berlin.Vier Tage nach dem Autounfall mit vier Toten in Berlin-Mitte hat die Polizei auch am Dienstag alles daran gesetzt, den genauen Ablauf und die Schuldfrage zu klären. „Der genaue Unfallhergang ist weiterhin unklar“, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die Polizei schaltete ein Portal im Internet frei, über das Fotos, Videos und Hinweise online geschickt werden können.

Am Freitagabend war ein Porsche Macan auf die Gegenfahrbahn geraten und dann von der Straße abgekommen. Der SUV rammte eine Ampel, überfuhr die vier Menschen auf dem Gehweg und durchbrach einen Bauzaun. Unter den Opfern befand sich ein dreijähriger Junge. Nach dem Unfall gab es einen Hinweis eines Zeugen, dass der 42-jährige Fahrer am Steuer einen epileptischen Anfall erlitten haben soll.

Ob das so war, ist weiter unklar. Die Polizei wollte die Krankenakte des Mannes beschlagnahmen. Die für Auskünfte zuständige Pressestelle der Generalstaatsanwaltschaft war am Dienstag nicht zu erreichen. In der Regel dürfen Epileptiker nicht Auto fahren. Ausnahmen gibt es unter Umständen, wenn sie mindestens ein Jahr ohne Anfall waren.

Auch am Dienstag legten Menschen Blumen an der Unfallstelle an der Kreuzung Invalidenstraße und Ackerstraße in Berlin nieder. Die St. Elisabeth-Kirche, die am Unfallort liegt, soll von Donnerstag bis Sonntag wieder zum stillen Gedenken öffnen. Am Freitagabend ist eine Andacht für die Opfer geplant. dpa

Info: Hinweisportal im Internet: https://be.hinweisportal.de

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