Vermischtes

Kriminalität Attacke auf Chefarzt „mit Tötungsabsicht“

Polizist über Messerangriff

Archivartikel

Berlin.Der Kriminalpolizist, der die tödliche Gewalttat am Berliner Chefarzt Fritz von Weizsäcker verhindern wollte, hat tiefe Schnittwunden an den Händen sowie Verletzungen an Hals und Brust erlitten. Das sagte er der „Bild“-Zeitung (Freitag) zu den Ereignissen vom Dienstagabend in einem Krankenhaus in Berlin-Charlottenburg.

Nach dem Vortrag des Mediziners habe er noch kurz mit Weizsäcker gesprochen, berichtete der noch im Krankenhaus liegende Polizist. „Der Täter erschien urplötzlich und griff gezielt und mit klarer Tötungsabsicht den Doktor an. Von Weizsäcker bewegte sich fluchtartig links an mir vorbei.“ Ihm sei klar gewesen, dass er als Polizist und Mensch handeln musste.

An Hals und Brustkorb getroffen

Der Polizist beschrieb die Szene weiter: „Ich stellte mich vor den Angreifer, packte ihn an den Armen und griff in die Messerklinge hinein, um zu verhindern, dass er weiter auf den Arzt einstechen kann. Ich erlitt dabei tiefe Schnittwunden.“ Der Angreifer habe sich losgerissen und ihn mit dem Messer an Hals und Brustkorb getroffen. „Ich nahm meine zweite Hand, um ins Messer zu greifen (. . .) Bei dem Gerangel fielen wir beide über die Stühle der ersten Sitzreihe auf den Boden.“ Und: „Er hatte so enorme Kraft entwickelt, dass ich zunächst dachte, dass ich es nicht schaffen werde.“ Schließlich habe er dem Täter aber die Waffe entreißen können. Weitere Besucher überwältigten dann den mutmaßlichen Mörder. Der 33-jährige Polizist wurde kurz darauf operiert. dpa

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