Vermischtes

Moorbrand Erste Erfolge bei Löscharbeiten / Rüstungsindustrie an Schießübungen beteiligt

Regierung rechtfertigt sich

Archivartikel

Meppen/Berlin.Die Bundesregierung hat die Beteiligung der Rüstungsindustrie an einem Schießtest verteidigt, der Anfang des Monats den Moorbrand im Emsland ausgelöst hatte. Die Industrie sei bei den Versuchen eingebunden gewesen, da sie das militärische Gerät „entsprechend den Übungsergebnissen dann auch anpassen muss, weil wir Gerät wie Munition in Einsätzen der Bundeswehr im Ausland verwenden“, erklärte Verteidigungs-Staatssekretär Thomas Silberhorn (CSU) gestern bei einer Regierungsbefragung im Bundestag.

Das Unternehmen Airbus Helicopters hatte am 3. September Raketen abgefeuert. Der Auftrag für die Schießtests mit dem Kampfhubschrauber Tiger kam von der Bundeswehr. Das Unternehmen bestätigte am vergangenen Montag einen entsprechenden Bericht des Militär-Blogs „Augen geradeaus“.

Weniger Glutnester

Bei der Bekämpfung des Moorbrandes kommen die Einsatzkräfte aber voran. „Es ist ein massiver Rückgang der Glutnester erkennbar“, sagte der Referatsleiter für Brand- und Katastrophenschutz im niedersächsischen Innenministerium, Klaus Wickboldt. Ein Ende des Einsatzes sei aber noch nicht absehbar. Dennoch wolle die Bundeswehr die Löscharbeiten bis Ende der kommenden Woche wieder selbst übernehmen. Der Einsatz der ehrenamtlichen Feuerwehr solle nach und nach zurückgefahren werden.

Wie die Bundeswehr mitteilte, werden weiterhin Löscheinsätze mit Transporthubschraubern geflogen. Heute sollen erneut Wärmebildaufnahmen von Tornado-Jets aus gemacht werden.