Vermischtes

Bahn Trasse durchs Rheintal noch mindestens ein bis zwei Wochen unterbrochen

Richtung Süden geht es nur noch bis Rastatt

Karlsruhe.Bahnfahrer müssen zwischen Rastatt und Baden-Baden in den kommenden Tagen viel Geduld mitbringen: Die Strecke der Rheintalbahn bleibt nach Angaben der Deutschen Bahn mindestens bis zum 26. August gesperrt. Zwar sei auf der etwa 20 Kilometer langen Strecke ein Notverkehr mit Bussen eingerichtet worden, sagte ein Sprecher gestern auf Anfrage dieser Zeitung: "Das läuft stabil." Dennoch müssten Fahrgäste mit "deutlichen Reisezeitverlängerungen" rechnen, sagte der Sprecher. Wie viele Züge oder Fahrgäste von der Sperrung betroffen sind, konnte er zunächst nicht sagen.

Grund für die Probleme ist nach Angaben der Bahn eine schwerwiegende technische Störung, die mit Bauarbeiten an einem Tunnel zu tun hat. Als Folge davon hätten sich Gleise abgesenkt. Es werde zwar intensiv an der Behebung der Störung gearbeitet - dennoch müssten Fahrgäste aufgrund der Störung mit mindestens einer Stunde Verspätung auf ihrer Route rechnen.

Nach Paris über Mannheim

Fernverkehrszüge aus dem Norden und dem Süden Deutschlands würden vorzeitig enden und wieder zurückfahren, teilte die Bahn außerdem mit. Wer aus Mannheim Richtung Süden fährt, könne je nach Verbindung bis Rastatt fahren und dort in den Schienenersatzverkehr umsteigen oder müsse in Karlsruhe einen Regionalzug nach Rastatt nehmen, erklärte der Bahn-Sprecher gestern.

Internationale Züge von und nach Paris würden nicht über Straßburg und Karlsruhe verkehren, stattdessen aber ersatzweise in Saarbrücken und Mannheim halten. Am Mannheimer Hauptbahnhof würde es dadurch jedoch zu keinen Verzögerungen kommen, so der Bahn-Sprecher.

Fahrgäste auf der betroffenen Strecke könnten ihre Fahrkarten für andere Züge - auch auf weitläufigen Umleitungsstrecken - nutzen oder sie ohne Gebühr zurückgeben, sagte der Sprecher weiter. Für Verspätungen zahlt die Bahn nach Angaben auf der Internetseite ab 60 Minuten 25 Prozent des gezahlten Fahrpreises zurück, ab 120 Minuten 50 Prozent. Das Unternehmen arbeite derzeit "unter Hochdruck" an einem Ersatzkonzept.

An den Bahnhöfen in Karlsruhe, Offenburg und Baden-Baden seien zusätzliche Bahn-Mitarbeiter im Einsatz, um den Fahrgästen weiterzuhelfen. Außerdem seien in der vergangenen Nacht in Karlsruhe und Offenburg Hotelzüge bereitgestellt worden.

Am Karlsruher Hauptbahnhof blieb ein größeres Chaos gestern Nachmittag aus. In der Bahnhofshalle berieten Mitarbeiter die Reisenden, immer wieder ertönten Durchsagen zu Gleisänderungen oder Reisealternativen. Vor dem Informationspunkt der Deutschen Bahn kam es allerdings zeitweise zu langen Warteschlangen.

"Die Verspätungen sind nichts Neues für mich", sagte die Schweizer Studentin Anna Braun, die am Info-Schalter anstand. Ihre Freundin stimmte ihr zu: "Irgendwie ist immer was und man verliert so viel Zeit am Bahnhof - in der Schweiz ist das anders." dpa/jwd