Vermischtes

Ostseeküste Meeresmuseum bereitet Küstengemeinden vor

Robbengeburten erwartet

Archivartikel

Stralsund.Nach dem ersten Nachweis von Kegelrobben-Geburten seit mehr als 100 Jahren an der deutschen Ostseeküste erwarten die Experten des Deutschen Meeresmuseums dieses Jahr weitere Geburten. Das Meeresmuseum will Küstengemeinden deshalb durch Schulungen besser auf mögliche Geburten vorbereiten.

„Wir wollen ein Netzwerk etablieren, damit die Robbenjungtiere in ihren ersten Lebenswochen weitgehend ungestört gesäugt und aufgezogen werden können“, sagte die Robbenexpertin und Meeresbiologin Linda Westphal. Im vergangenen Jahr erfasste das Meeresmuseum vier Kegelrobben im weißen Lanugofell an der deutschen Ostseeküste – die ersten seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Ihr weißes Fell tragen die Tiere nach der Geburt nur wenige Wochen.

Die Jungtiere sind noch nicht ausreichend wärmeisoliert, um sich im Wasser aufzuhalten. Wichtig sei daher, bei der Sichtung eines Robbenbabys den betroffenen Strandabschnitt in einem Umkreis von etwa 100 Metern abzusperren, erklärte Westphal. Dies sei die einzige Möglichkeit, den Tieren das Überleben in den ersten Wochen zu sichern. dpa