Vermischtes

Musik Gaza-Konflikt wirkt sich auf Eurovision Song Contest aus

Rund 8000 zusätzliche Polizisten

Archivartikel

Tel Aviv.Künstler aus 41 Ländern treten kommende Woche unter strengen Sicherheitsvorkehrungen beim Eurovision Song Contest in Israel an. Der Wettbewerb wird vom 14. bis 18. Mai in der Veranstaltungshalle Expo im Norden Tel Avivs ausgetragen. Zur Sicherung der verschiedenen Veranstaltungen in Tel Aviv setzt Israel rund 8000 zusätzliche Polizisten ein. Israel ist schon zum dritten Mal ESC-Gastgeber, erstmals findet der Wettbewerb aber in Tel Aviv, nicht in Jerusalem statt.

Die Popsängerin Netta Barzilai hatte 2018 in Portugal gesiegt und damit den Wettbewerb in ihr Land gebracht. Auch internationale Stars wie Madonna und Gal Gadot sollen in diesem Jahr auftreten.

Deutsche Delegation reist heute an

Das Motto des diesjährigen ESC lautet „Dare to Dream“ (zu träumen wagen). Zu den Favoriten zählen der niederländische Sänger Duncan Laurence („Arcade“) und der Russe Sergey Lazarev („Scream“), der es mit Platz drei beim ESC 2016 in Stockholm zumindest schon einmal auf das Siegertreppchen geschafft hatte. Das deutsche Duo S!sters, das mit seinem Song „Sister“ für mehr Solidarität unter Frauen werben will, wird dagegen bei Wetten eher im unteren Mittelfeld gesehen. Dies gilt auch für den israelischen Kandidaten Kobi Marimi („Home“).

Die deutsche ESC-Delegation will trotz des schwersten Gewaltausbruchs seit dem Gaza-Krieg vor fünf Jahren im Süden Israel heute nach Tel Aviv abreisen, wie eine Sprecherin des Norddeutschen Rundfunks am Montag bestätigte. Rund eine Woche vor dem Start des Wettbewerbs war die Gewalt zwischen Israel und den militanten Palästinensern im Gazastreifen am Wochenende eskaliert.