Vermischtes

Natur Mehrere Menschen sterben nach Regenfluten

Schwere Unwetter in der Toskana

Livorno.Nach schweren Unwettern in Italien geht die Suche nach zwei Vermissten in der Toskana weiter. Starke Regenfälle waren am Sonntag über der Region niedergegangen, mehrere Menschen starben. Luftaufnahmen der Feuerwehr von der Stadt Livorno, die es besonders schlimm getroffen hatte, zeigten gestern von Schlamm- und Wassermassen umgebene Häuser.

Die Zahl der Toten variierte gestern zwischen sechs und sieben. Eine Familie war Medienberichten zufolge mit einem vierjährigen Kind im Untergeschoss ihrer Wohnung bei dem Unwetter ums Leben gekommen. Premierminister Paolo Gentiloni sprach den Familien der Opfer sein Mitgefühl aus. Staatspräsident Sergio Mattarella sagte laut einer Mitteilung, die durch das Unwetter angerichtete Katastrophe müsse die politische Welt schnellstmöglich dazu bewegen, ernsthaft über die Effekte des weltweiten Klimawandels nachzudenken.

Gefahr unterschätzt

Gestern wurden unterdessen Vorwürfe laut, wonach die Unwettergefahr am Wochenende unterschätzt worden sei und Warnungen nicht scharf genug gewesen seien. Die Schlechtwetterfront zog unterdessen in Richtung Süden weiter, wo neben Regenfällen und Gewittern auch vor starkem Wind gewarnt wurde. In einigen Gemeinden blieben die Schulen geschlossen, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

Nach wochenlanger Trockenheit und einer drohenden Wasserkrise regnete es am Sonntag und Montag auch in der italienischen Hauptstadt Rom. Einige Straßen wurden überschwemmt. Der Tiber war innerhalb weniger Stunden deutlich sichtbar angestiegen. (dpa)