Vermischtes

Geschichte Viel Gewalt, wenige Gesetze und Vertreibung

So war der Wilde Westen wirklich

Archivartikel

Denver.Einsame Cowboys, wilde Verfolgungsjagden und amerikanische Ureinwohner auf der Pirsch: So stellen sich viele den Wilden Westen vor. Doch was ist das eigentlich, der Wilde Westen? So bezeichnet man ein riesiges Gebiet in den Vereinigten Staaten von Amerika westlich vom Fluss Mississippi. Der Wilde Westen meint zudem eine bestimmte Zeit vor ungefähr 150 Jahren. Als wild wird sie deshalb bezeichnet, weil es damals dort kaum Gesetze gegeben haben soll. Geschichten in Büchern und den berühmten Western-Filmen handeln davon, dass sich damals viele Menschen einfach nahmen, was sie wollten. Dazu gehörte auch Gewalt.

Denn die Weißen, die nach Nordamerika kamen, wollten das Land für sich erobern: zum Beispiel um Landwirtschaft zu betreiben oder Gold zu suchen. Aber dort lebten bereits Menschen: die amerikanischen Ureinwohner. Früher nannte man sie „Indianer“. Doch eigentlich ist der Begriff falsch, auch weil sie sich nie selbst so genannt haben.

Es kam zu vielen Kämpfen mit den amerikanischen Ureinwohnern, erzählt der Buchautor Eckehard Koch. Das geschah auch in dem Bundesstaat Colorado, der mitten im Westen der Vereinigten Staaten liegt. Hier lebte ein Volk Ureinwohner, die Ute heißen. „Sie wurden von den weißen Siedlern vertrieben“, erzählt Eckehard Koch. Das Gleiche passierte vielen anderen Ureinwohner-Stämmen. Sie mussten ihr Zuhause verlassen und in bestimmte Gebiete ziehen, die ihnen von den Weißen zugeteilt wurden.

Von dieser Zeit und diesen Kämpfen erzählen eine Menge Geschichten. Eine große Rolle spielen darin auch die Cowboys Cowboy heißt übersetzt Kuhjunge, denn es waren die Rinderhirten. Doch konnten sie wirklich so toll schießen? Nein, sagt Eckehard Koch. Der Wilde Westen war doch nicht so wild, wie es der Namen vermuten lässt. dpa

Zum Thema