Vermischtes

Missbrauch Jeffrey Epsteins frühere Freundin Ghislaine Maxwell plädiert vor Gericht auf „nicht schuldig“

Staatsanwaltschaft sieht Fluchtrisiko

Archivartikel

New York.Im Skandal um den wegen Sexualverbrechen verurteilten und inzwischen gestorbenen Unternehmer Jeffrey Epstein erschien dessen vor Kurzem festgenommene Ex-Partnerin Ghislaine Maxwell am Dienstagabend in New York vor Gericht. Eine Beihilfe stritt sie ab und plädierte auf „nicht schuldig“. Richterin Alison Nathan wollte ihr offiziell die Anklage vorlesen und über eine mögliche Freilassung auf Kaution entscheiden.

Maxwells Anwälte hatten im Vorfeld um eine Freilassung ihrer Mandantin gegen eine Kaution von fünf Millionen Dollar gebeten, weil ihrer Darstellung nach kein Fluchtrisiko bestehe. Die Staatsanwaltschaft sieht das anders. Mit drei Pässen und zahlreichen Bankkonten in unterschiedlichen Ländern bestehe ein sehr großes Fluchtrisiko, hieß es im Vorfeld von der Staatsanwaltschaft.

Die 58-Jährige, die Anfang Juli im US-Bundesstaat New Hampshire festgenommen worden ist, soll bei Epsteins Sexualverbrechen eine maßgebliche Rolle gespielt haben. Ihr werden sechs Anklagepunkte vorgeworfen, darunter Verführung Minderjähriger zu illegalen Sexhandlungen und Meineid. Auf die Anklagepunkte stehen jeweils fünf bis zehn Jahre Gefängnis. Als Datum für einen möglichen Beginn des Prozesses nannte die Richterin den 12. Juli 2021. Auch der britische Prinz Andrew, der jahrelang mit Maxwell und Epstein bekannt war, soll in den Fall verwickelt sein. Der 60-Jährige bestreitet die Vorwürfe. Die US-Ermittler würden ihn gerne als Zeugen vernehmen, werfen ihm aber vor, nicht zu kooperieren. dpa

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