Vermischtes

Bahnchaos In Frankreich halten die Proteste gegen die Rentenreform an / Auch Verbindungen nach Deutschland betroffen

Streiks lähmen Vorweihnachtsverkehr

Archivartikel

Paris.Streikende Bahnmitarbeiter haben den französischen Schienenverkehr am Vorweihnachtswochenende teilweise zum Erliegen gebracht. Wie Frankreichs staatliche Bahngesellschaft SNCF mitteilte, fuhren im Schnitt nur etwa die Hälfte der Hochgeschwindigkeitszüge TGV. Auch der Regionalverkehr war weiterhin stark gestört. Betroffen waren auch Fernverbindungen von und nach Deutschland.

Seit rund zweieinhalb Wochen lähmen Proteste und Streiks gegen die geplante Rentenreform der Mitte-Regierung von Emmanuel Macron das Land. Vor Weihnachten brechen viele Franzosen traditionell in die Ferien und zu Familienbesuchen auf.

Staatschef Macron rief von Westafrika aus zu einer Streikpause auf. Es gebe Französinnen und Franzosen, die sich an den Feiertagen wiedersehen wollten, das müsse berücksichtigt werden, sagte der 42-Jährige in Abidjan. Die von Macron und der Mitte-Regierung gewünschte Unterbrechung zu Weihnachten zeichnete sich allerdings nicht ab.

Wegen des Ausstands ist nur eine sehr begrenzte Anzahl von Zugfahrten aus dem Südwesten Deutschlands nach Frankreich möglich. Betroffen sind nach Angaben der Deutschen Bahn die Verbindung von Frankfurt über Mannheim nach Marseille sowie die Verbindung Stuttgart über Straßburg nach Paris. Die Bahn empfiehlt, solche Reisen erst nach Ende des Streiks anzutreten oder andere Verkehrsmittel zu nutzen. Bereits gebuchte Fahrkarten könnten kostenfrei storniert oder umgebucht werden. dpa

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