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Ermittlungen Polizei verhört 26-Jährigen nach tödlichen Schüssen in Rot am See / Im Fall Güglingen gilt Bruder als tatverdächtig

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Archivartikel

Rot am See/Güglingen.Nach den tödlichen Schüssen auf sechs Menschen in Rot am See hat sich der mutmaßliche Schütze dazu geäußert, warum er die Waffe gezückt und auf seine Verwandten gerichtet hat. Allerdings nahm die Polizei wegen der laufenden Ermittlungen zu Details am Montag keine Stellung. Der 26-Jährige soll am vergangenen Freitag in dem kleinen Ort im Nordosten Baden-Württembergs seine Eltern, einen Onkel, eine Tante und zwei Stiefgeschwister erschossen und die beiden weiteren Verwandten angeschossen haben. Er sitzt wegen des Verdachts auf sechsfachen Mord und zweifachen versuchten Mord in Untersuchungshaft. Ein weiteres Opfer, ein 68 Jahre alter Mann, schwebt laut Polizei nicht mehr in Lebensgefahr.

Anlass für das Treffen der Verwandten in Rot am See (Kreis Schwäbisch Hall) war eine bevorstehende Familienangelegenheit. Die Halbgeschwister des Sportschützen und die schwer verletzten Großeltern dieser beiden Kinder seien dazu aus dem Ortenaukreis angereist.

Im Fall des getöteten 15-Jährigen im Kreis Heilbronn gilt dessen Bruder als mutmaßlicher Täter. Das sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Heilbronn. Der 17-Jährige liege noch mit Stichverletzungen im Krankenhaus, sei aber vorläufig festgenommen worden. Der 54-jährige Vater sei mittlerweile ansprechbar, habe sich aber noch nicht zur Tat geäußert. Der Jugendliche war in der Nacht zum Samstag in einem Wohnhaus nahe Güglingen getötet worden. Er sei sehr wahrscheinlich seinen Stichverletzungen erlegen. dpa

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