Vermischtes

Gedenktag Amokfahrt von Münster vor einem Jahr

„Tat hat viele ins Herz getroffen“

Archivartikel

Münster.Ein Jahr nach der Amokfahrt von Münster haben Angehörige sowie Vertreter aus Politik und Stadtgesellschaft gestern bei einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer gedacht. Zuvor drückte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sein Mitgefühl aus: „Die Tat von Münster, ein Ort, der wie kaum ein zweiter für Frieden und Friedlichkeit steht, hat viele Menschen in ganz Nordrhein-Westfalen ins Herz getroffen“, schrieb er gestern zum Jahrestag der Gewalttat in einem Tweet der Staatskanzlei.

Laschet erinnerte an das „vorbildliche, beispielgebende Verhalten“ vieler Menschen in der Region: „Sie lehnten sich mit Ruhe und Entschlossenheit gegen den Schrecken, den die Tat auslösen sollte.“ Am 7. April 2018 war ein psychisch labiler Deutscher mit seinem Kleinbus in eine Außengastronomie am Kiepenkerl – einem Denkmal in Münster – gerast. Vier Menschen wurden getötet und über 20 verletzt. Anschließend erschoss sich der Täter.

Rund 400 Menschen füllten die Kirche am Prinzipalmarkt, nur wenige Meter vom Tatort am Kiepenkerl entfernt. Die schwarz-gelbe Landesregierung war dabei mit vier Ministern vertreten. Innenminister Herbert Reul (CDU) appellierte an die Kraft der Überlebenden. Er sagte: „Wir dürfen uns die öffentlichen Plätze wie den Kiepenkerl nicht entreißen lassen, wir dürfen nicht erstarren und müssen das Ziel des Täters, den Schrecken des Verbrechens, durchkreuzen.“ Zum Abschluss legten Angehörige zum Andenken an die Opfer Blumen und Kerzen am Tatort nieder. dpa