Vermischtes

Notfall Im Serengeti-Park in Hodenhagen beißen zwei Raubtiere einen 24-Jährigen / Ermittler sprechen von menschlichem Versagen

Tierpfleger bei Löwenangriff verletzt

Archivartikel

Hodenhagen.Zwei Löwen haben einen Tierpfleger im Serengeti-Park in Hodenhagen attackiert. „Wir können von einem Wunder reden, dass der junge Kollege noch lebt“, sagte gestern Geschäftsführer Fabrizio Sepe. Der 24-jährige Pfleger wurde nach dem Angriff am Samstagmorgen mit mehreren Bisswunden im Brustbereich mit einem Rettungshubschrauber in die Medizinische Hochschule Hannover gebracht. Dort wurde er fünf Stunden lang operiert. Gestern lag der 24-Jährige zunächst auf der Intensivstation.

Nach ersten Ermittlungen war der erfahrene Pfleger in das Gehege gegangen, um Zäune zu kontrollieren. Dort befanden sich jedoch die zwei rund 280 Kilogramm schweren Löwen, die gerade fraßen. Warum der Pfleger das Gehege betrat, obwohl dort schon das Fleisch verteilt worden war, war zunächst unklar. Die Tiere griffen den Mann sofort an. „Zwei andere Tierpfleger haben den Kollegen gerettet und von den Löwen getrennt“, sagte der zoologische Leiter des Parks, Frank Ahrens. Die Mitarbeiter des Tierparks hätten „schockiert“ und schwer getroffen auf den Angriff reagiert. Nach Einschätzung der Polizei bekamen Besucher von dem Vorfall nichts mit.

Normalerweise hätte der Mann sich erst vergewissern müssen, dass das Gehege leer sei. Nach Aussage von Geschäftsführer Sepe sprachen die Ermittler von menschlichem Versagen. Die beiden männlichen Tiere würden getrennt von den anderen Löwen gehalten. Sie hätten das gemacht, was sie aus der Natur kennen: „Dramatisch und tragisch, aber ein normales Verhalten.“ dpa