Vermischtes

Las Vegas Freundin sagt aus,

Todesschütze plante seine Flucht

Archivartikel

Las Vegas.Polizisten haben bei der Durchsuchung des Hotelzimmers, von dessen Fenster aus Stephen Paddock 58 Menschen tötete, einen Zettel mit einer Notiz gefunden. Dabei habe es sich nicht um einen Abschiedsbrief gehandelt, sagte der Polizeichef von Las Vegas, Joseph Lombardo. Weitere Details zu dem Schriftstück nannte er nicht.

Die Ermittler sind sich Lombardo zufolge zudem sicher, dass Paddock geplant habe, noch zu fliehen. Als Einsatzkräfte das Zimmer im 32. Stock des Mandalay-Bay-Hotels umstellten, fanden sie zwei Kameras, die Paddock auf einem Servierwagen im Flur installiert hatte, wie der Sender CNN berichtete. Eine weitere habe im Guckloch der Zimmertür gehangen. "Er tat zu diesem Zeitpunkt alles ihm Mögliche, um zu sehen, wie er noch fliehen könnte", sagte Lombardo. Als ihm das nicht mehr möglich schien, habe er sich erschossen.

Am Boden zerstört

Die Freundin des Todesschützen hatte nach eigenen Angaben keine Ahnung von den Massaker-Plänen ihres Freundes. Eine entsprechende Erklärung veröffentlichte die 62-jährige Marilou Danley am Mittwoch über ihren Anwalt Matt Lombard. Kurz zuvor war sie von einem Besuch auf den Philippinen in die USA zurückgekehrt und wurde bei ihrer Ankunft in Los Angeles von Ermittlern der Bundespolizei FBI befragt. Lombardo wollte sich zunächst nicht zu Danleys Angaben äußern.

Danley beschrieb ihren Freund als "fürsorglichen" und "gütigen" Menschen, den sie geliebt habe. Sie sei über das, was er angerichtet habe, völlig am Boden zerstört. Paddock habe niemals etwas gesagt oder getan, was sie als Warnzeichen hätte verstehen können. Zu ihrem Aufenthalt im Ausland während des Massenmordes sagte sie, Paddock habe ihr ein Flugticket zum Besuch ihrer Familie auf den Philippinen geschenkt. Später habe er ihr Geld überwiesen, damit sie sich ein Haus kaufen könne. Sie sei besorgt gewesen, dass ihr Freund vorhaben könnte, sich von ihr zu trennen. dpa