Vermischtes

Ehrung Unternehmer teilen sich Auszeichnung mit Ökonom Edenhofer

Umweltpreis geht an Geschwister aus Hessen

Archivartikel

Osnabrück/Limburg.Für seinen besonders sparsamen Einsatz von Energie und Ressourcen bekommt ein Unternehmerpaar aus Limburg in diesem Jahr den Deutschen Umweltpreis. Die Geschwister Annika und Hugo Sebastian Trappmann teilen sich die mit 500 000 Euro dotierte Auszeichnung mit dem Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Ottmar Edenhofer, wie die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) am Mittwoch in Osnabrück bekanntgab. „Damit wird herausragendes Engagement für den Klimaschutz doppelt ausgezeichnet“, sagte DBU-Generalsekretär Alexander Bonde.

Einen Ehrenpreis von 10 000 Euro bekommt der Insektenforscher Martin Sorg aus Krefeld. Er sei maßgeblich an Untersuchungen beteiligt gewesen, die vor dem Verlust der Artenvielfalt warnten, teilte die Jury der DBU mit. „In Deutschland haben sein Engagement und seine Beharrlichkeit dazu beigetragen, das Insektensterben zu einem gesellschaftlichen Debattenthema zu machen“, sagte Bonde. Die Preise sollen am 25. Oktober von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht werden.

Der Ökonom Ottmar Edenhofer erhalte den Preis unter anderem, weil er mit seinem Vorschlag einer CO2-Bepreisung erheblich zur Einigung der Bundesregierung auf das Klimapaket beigetragen habe, hieß es von der Bundesstiftung. Er sei einer der weltweit einflussreichsten Pioniere der Ökonomie des Klimawandels. Der 59-Jährige, der auch Direktor des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) ist, habe es durch „seine exzellenten Forschungen, wissenschaftsbasierten Politikberatungen sowie sein hohes Engagement“ geschafft, über den wirtschaftlichen Denkansatz Lösungen gegen den Klimawandel anzubieten.

Annika (28) und Hugo Sebastian Trappmann (37) hätten die Blechwarenfabrik Limburg als Geschäftsführer durch High-Tech-Digitalisierung ganz im Sinne des Klima- und Ressourcenschutzes neu konzipiert, würdigte die Jury.

Maschinen selbst entwickelt

Bereits seit zehn Jahren gehöre das Familienunternehmen mit seinen 320 Beschäftigten zu den führenden Firmen in Deutschland, was Nachhaltigkeit angehe. Die Energie- und Ressourceneffizienz lohne sich auch wirtschaftlich. Maschinen und Werkzeuge seien eigens selbst entwickelt und in einem Neubau neben Photovoltaikanlagen intelligente Wärme- und Beleuchtungssysteme verbaut worden. dpa

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