Vermischtes

Vergewaltigung Streit unter Gewerkschaften

Uneinig über Strobls Plan

Freiburg.Nach dem von Innenminister Thomas Strobl (CDU) angekündigten Einsatz von mehr Polizisten in Freiburg ist ein Streit zwischen den Polizeigewerkschaften entbrannt. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hält mehr Polizisten für den falschen Weg. „Der Fall Freiburg bindet sehr viel Personal, allein durch die Einrichtung einer großen Sonderkommission“, sagte GdP-Landeschef Hans-Jürgen Kirstein. „Aber man darf nicht in Hysterie verfallen und sollte nicht erneut mehr Polizisten nach Freiburg schicken. Dort gibt es bereits Verstärkung, und jeder Beamte, den ich entsende, fehlt woanders“, sagte Kirstein der „Heilbronner Stimme“ (Montag).

Der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) widerspricht dieser Darstellung. „Ein alter Polizeigrundsatz heißt: ,In Brennpunkten Schwerpunkte setzen.‘ Genau das machen das Innenministerium und das Polizeipräsidium, das ist richtig“, sagte DPolG-Landeschef Ralf Kusterer gestern der Deutschen Presse-Agentur. Mitte Oktober soll eine 18 Jahre alte Studentin in Freiburg nach einem Disco-Besuch von mehreren Männern vergewaltigt worden sein. lsw