Vermischtes

Altkanzler Ex-Mann von Gerhard Schröders Freundin fordert Geld

„Unerträgliche Seelenschmerzen“

Archivartikel

Berlin.Die Freundin von Altkanzler Gerhard Schröder hat die Schmerzensgeld-Forderung ihres Ex-Ehemannes an ihren neuen Lebensgefährten zurückgewiesen. Soyeon Kim betonte zugleich, sie und ihr Ex-Mann hätten schon lange getrennt gelebt. „Daher ist Herr Schröder für das Scheitern meiner Ehe nicht verantwortlich“, schrieb Kim gestern in einer Stellungnahme, die der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt.

Kims Ex-Mann verlangt von Schröder umgerechnet 77 000 Euro, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Montag berichtet hatte. Schröders außereheliche Affäre mit Soyeon Kim habe ihm „unerträgliche Seelenschmerzen“ bereitet, meldete Yonhap unter Berufung auf Gerichtsbeamte. Schröder (74) sei für das Scheitern seiner Ehe verantwortlich, argumentierte der Ex-Mann von Soyeon Kim demnach.

„Wenn eine Ehe, die wie bei mir in jungen Jahren geschlossen wurde, zerrüttet ist und geschieden werden soll, liegt der Grund dafür nach meiner Meinung bei den beiden Ehepartnern“, erklärte Schröders neue Lebensgefährtin dazu. Das gelte besonders, wenn die Partner – wie in ihrem Fall – schon lange getrennt lebten. „Deshalb sollte man für das Scheitern einer Ehe nicht dritte Personen verantwortlich machen.“

Gemeinsame Sorge für Kind

Eine Scheidungsvereinbarung regle die Finanzen. Nach dem Willen ihres früheren Mannes sei darin festgelegt, „dass ich unser gesamtes Vermögen an ihn übertrage“, schrieb Soyeon Kim. „Darüber hinaus trage ich die Hälfte der Unterhaltskosten für unser gemeinsames Kind.“ Diese Vereinbarung sei vollzogen: „Deshalb gibt es nach meiner Auffassung für weitere Forderungen meines früheren Mannes, an wen auch immer sie gerichtet werden, keine rechtliche Grundlage.“

Unabhängig vom Ende der Beziehung mit ihrem früheren Mann „bleibt natürlich die gemeinsame Sorge für unser Kind“, fügte Soyeon Kim hinzu. „Ich gehe davon aus, dass mein früherer Mann sich, so wie in der Vergangenheit, als ein guter Vater unseres Kindes verhalten wird.“ Das wolle sie ihm „in fairer Weise“ erleichtern.