Vermischtes

Ermittlungen Berliner Polizei fahndet nach geflüchtetem Fahrer / Diskussion über weitere Maßnahmen am Ku’damm

Unfall-BMW war gemietet

Archivartikel

Berlin.Nach dem schweren Autounfall auf dem Berliner Kurfürstendamm fahndet die Polizei weiter nach dem Fahrer. Laut Zeugenaussagen soll er sich ein Rennen geliefert und dabei am Montagabend einen Kleinwagen gerammt haben. Eine 45-Jährige wurde lebensgefährlich, ihre 17-jährige Tochter schwer verletzt.

Der Fahrer flüchtete zu Fuß. „Wir suchen nach einer, möglicherweise auch mehreren Personen“, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Der Fahrer war in einem Mietwagen unterwegs, was die Fahndung erschwert. Man müsse schauen, wer den BMW gemietet und gefahren habe. „Das muss jetzt ermittelt werden.“ Die Polizei setzt auch auf Zeugen. Vier Hinweise waren bis Mittwochvormittag eingegangen.

Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD) forderte Unterstützung vom Senat, etwa moderne Blitzer auf der Strecke. „Ich glaube, wir brauchen diesen Schritt als nächsten Schritt. Denn die Bürgerinnen und Bürger erwarten mit Recht, dass der Staat hier handelt“, sagte er im rbb-Radio und appellierte an Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne).

Er räumte auch ein, dass sich das Problem damit verlagern könnte. Es kämen auch Hinweise aus Kreuzberg, Steglitz und anderen Bezirken. Wenn der Ku’damm entsprechend abgesichert sei, würden die Kriminellen ausweichen, sagte der Bürgermeister des Berliner Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf.

Immer wieder kommt es in Berlin zu spontanen Rennen. Ein tödlicher Unfall aus dem Jahr 2016 beschäftigte jahrelang die Gerichte. dpa

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