Vermischtes

Fernsehen RTL startet zu Beginn des Dschungelcamps Spendenaktion für Australien

Unterhaltungsshow läuft – trotz der Brände

Archivartikel

Köln.Zum Beginn der aktuellen Dschungelcamp-Staffel hat RTL eine Spendenaktion für die Opfer der australischen Buschbrände gestartet. Dies teilten die beiden Moderatoren Sonja Zietlow (51) und Daniel Hartwich (41) am Freitagabend mit. Der Sender werde 100 000 Euro spenden und im Finale in rund zwei Wochen nachlegen. Auf seiner Homepage ruft der Kölner Privatsender für weitere Spenden auf, die an das Australische Rote Kreuz weitergeleitet werden sollen.

Vor Beginn der 14. Staffel der Unterhaltungsshow „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“, die live aus dem australischen Dschungel ausgestrahlt wird, hatten Politiker und Internetnutzer Kritik vorgebracht. Es sei geschmacklos, die Sendung trotz der Buschbrände auszustrahlen.

Botschafterin begrüßt Sendung

Die australische Botschafterin in Berlin, Lynette Wood, begrüßt dagegen die Ausstrahlung des RTL-Formats. „Wir sind dankbar für die Fortsetzung der Produktion, die in enger Abstimmung mit den lokalen Behörden die Sicherheit der Crew, der Teilnehmer und der Menschen vor Ort sicherstellt“, sagte Wood nach Angaben von RTL. Es hätten sich in den vergangenen Jahren viele persönliche Beziehungen mit den Menschen und Unternehmen vor Ort gebildet.

Zu den zwölf Kandidaten, die im Camp Ekelprüfungen absolvieren müssen, zählen Schauspielerin Sonja Kirchberger („Die Venusfalle“), Ex-Boxer Sven Ottke und der frühere Bundesverkehrsminister Günther Krause. Die Buchmacher der Plattform „Wettbasis“ prophezeien dem ehemaligen „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“-Darsteller Raúl Richter die höchsten Chancen auf den Gewinn. Richter hatte sich vor Beginn des Camps medienwirksam Gedanken darüber gemacht, ob es richtig ist, an der Unterhaltungsshow festzuhalten, wenn auf dem Kontinent die großen Feuer wüten. Er kündigte außerdem an, in der Show den Klimawandel thematisieren zu wollen.

Ein RTL-Sprecher sagte: „Wir nehmen die Situation in Australien sehr ernst. Wir haben uns auch mit teils direkt betroffenen australischen Crewmitgliedern ein persönliches Bild von der Situation gemacht.“

Die Brände haben auch Auswirkungen auf die Kandidaten, die nicht mehr am Lagerfeuer sitzen können, weil das aus Sicherheitsgründen durch einen Campingkocher ersetzt wurde. Das Feuer spielte bislang eine wichtige Rolle in der Show. Es war viel mehr als nur die Kochstelle. Stets musste es nachts von mindestens zwei Campern bewacht werden, damit es nicht erlischt. So kam es dann oft zu tränenreichen Dschungel-Geständnissen oder fiesen Lästereien.

An der West- und Ostküste Australiens brennen seit Oktober große Waldflächen. Mindestens 26 Menschen und viele Millionen Tiere sind bereits gestorben. dpa

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