Vermischtes

Kriminalität Motiv der Gullydeckel-Attacke in Nordrhein-Westfalen noch unklar

Von Anschlag schockiert

Frankfurt.Nach der Gullydeckel-Attacke auf einen Regionalzug der Hessischen Landesbahn (HLB) in Nordrhein-Westfalen hat sich das Unternehmen schockiert gezeigt. „Das war ein ungeheuerlicher Anschlag, bei dem bewusst der Tod eines Menschen in Kauf genommen wurde. Es handelt sich um keinen sogenannten Dumme-Jungen-Streich. Da ist jemand geplant und mit krimineller Energie vorgegangen. Wir sind sehr betroffen und erschrocken“, sagte HLB-Sprecherin Sabrina Walter gestern in Frankfurt. „Wir würden gern wissen, ob es uns zufällig getroffen hat oder die HLB bewusst geschädigt werden sollte.“ Ein Erpresser- oder Bekennerschreiben liege aber nicht vor.

Lokführer wird betreut

Unbekannte hatten in der Nacht zum Samstag mehrere Gullydeckel von einer Brücke herab an Seilen über den Schienen aufgehängt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Mindestens ein Gullydeckel durchschlug die Frontscheibe eines Zuges, der zwischen Bad Berleburg und Erndtebrück in NRW fuhr. Der 49-jährige Lokführer wurde leicht verletzt. Die Behörden sprechen von einem Mordversuch. Wegen einer geplanten Leerfahrt waren keine Fahrgäste an Bord der Bahn.

Der Lokführer erlitt laut HLB einen Schock. Er sei krankgeschrieben und erhole sich derzeit zu Hause. Betreut werde er vom Notfall-Management des Unternehmens. Der Zug werde derzeit in einer Werkstatt in Siegen untersucht. Nach erster Schätzung liegt der Sachschaden bei mindestens 20 000 Euro, hieß es. dpa