Vermischtes

Unfall Gondel mit drei Menschen fällt an Sendemast in Nordhessen zu Boden / Technischer Defekt als Ursache vermutet

Wartungsarbeiter stürzen in den Tod

Archivartikel

Meißner/Eschwege.Beim Absturz einer Wartungsgondel an einem Sendemast sind am Dienstag in Nordhessen drei Männer getötet worden. Die Mitarbeiter einer Berliner Firma stürzten 50 Meter in die Tiefe und auf eine Asphaltfläche. Nach bisherigen Ermittlungen habe es einen technischen Defekt im Bereich der Seilwinde gegeben, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Männer wurden durch den Aufprall tödlich verletzt und starben am Unfallort.

Laut Ermittlern waren die Männer seit einigen Tagen mit Wartungsarbeiten auf dem Gelände des Hessischen Rundfunks (hr) beschäftigt. Der 220 Meter hohe Sendemast steht auf dem Berg Hoher Meißner im Werra-Meißner-Kreis. Für die Arbeiten war vom Boden aus ein Stahlseil zum Mast gespannt worden. Doch in einer Höhe von 50 Metern sei es aus bislang nicht geklärter Ursache zu Komplikationen gekommen, hieß es. Die Gondel habe erst freischwingend am Seil gehangen und sei dann zu Boden gestürzt.

Der Hohe Meißner ist ein Mittelgebirge, das gut 30 Kilometer südöstlich von Kassel liegt. Er gilt auch als beliebtes Ausflugsziel. Der „Sender Hoher Meißner“ ist ein wichtiger Sendestandort des Hessischen Rundfunks. Nach einem Bericht von hessenschau.de, dem Online-Portal des hr, war eine Firma mit den Wartungsarbeiten beauftragt worden. Die Sendeanlage war 1955 in Betrieb genommen worden. Der hr strahlt darüber sein Fernseh- und sein Radioprogramm aus. Die Anlage besteht aus drei Masten, die bis zu 220 Meter hoch sind. Der Unfall ereignete sich am höchsten Mast. 

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