Vermischtes

Notfall Einsatzkräfte kämpfen im Norden Englands gegen drohenden Dammbruch / Wetter besser als erwartet

Wasser sinkt – Gefahr bleibt hoch

Archivartikel

Whaley Bridge.Im Kampf gegen den drohenden Dammbruch in Nordengland hat sich die Lage etwas entspannt – Lebensgefahr besteht aber immer noch. Die Einsatzkräfte profitierten vom Wetter, das besser war als vorausgesagt. Die für Sonntag angekündigten schweren Gewitter blieben aus. Erst in der Nacht zum Montag regnete es leicht.

Mehr als 20 Hochleistungspumpen arbeiten in einem Wettlauf gegen Zeit und Wetter, um den Wasserstand im Toddbrook Reservoir um insgesamt acht Meter zu senken. Am Montag war etwa die Hälfte des Ziels erreicht. Wenn das Reservoir nur noch zu einem Viertel gefüllt ist, dürfen die Einwohner nach einem BBC-Bericht wieder in ihre Häuser.

Unverständnis über Anwohner

Mehr als 1500 Einwohner von Whaley Bridge südöstlich von Manchester waren in den vergangenen Tagen in Sicherheit gebracht worden. Weitere 55 Häuser mussten wegen der schlechten Wetterprognose am Samstag evakuiert werden. Sollte der Damm brechen, würden vermutlich große Teile des Ortes zerstört werden. Unverständnis äußerte die Polizei über etwa zwei Dutzend Menschen, die sich am Montag weiter in ihren Häusern aufhielten. „Wir haben die Gegend nicht ohne Grund evakuiert“, hieß es. Wer in der Gefahrenzone bleibe, riskiere sein Leben und das der Rettungsmannschaften.

In der Grafschaft Derbyshire hatte es in den Tagen zuvor ungewöhnlich stark geregnet. Binnen 48 Stunden gab es so viel Niederschlag wie sonst in eineinhalb Monaten. dpa

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