Vermischtes

Tiere Giftschlange wohlauf, Behörden beraten

Wer trägt Kosten für Kobrasuche?

Archivartikel

Herne.Nach dem erfolgreichen Ende der Giftschlangen-Suche in Herne will die Ruhrgebietsstadt nun den Verursacher des sechstägigen Einsatzes von Feuerwehr und Experten ermitteln. Die Behörden gehen davon aus, dass die Kobra aus der Wohnung eines Mieters stammt, der dort mehr als 20 Schlangen hielt. Der junge Mann soll mit den Reptilien gehandelt haben. Er bestreite aber nach wie vor, dass die ausgebüxte Monokelkobra aus seinem Bestand war, sagte Stadtsprecher Christoph Hüsken am Sonntag.

Die Stadt hofft darauf, in der Wohnung Spuren der am Freitagnachmittag eingefangenen Schlange zu finden. Dann könne nachgewiesen werden, dass sie in der Wohnung gehalten wurde. „Diese Ermittlungen werden sicher einige Zeit dauern“, sagte Hüsken. Auch die Kosten für den Sucheinsatz stünden noch nicht fest. Bei Feuerwehr, Reptilienexperten und auch Bewohnern seien Kosten entstanden, die nun zusammengetragen würden. „Da können wir bis Montagabend wohl noch keinen Strich drunter machen“, sagte Hüsken.

Die nach tagelanger Suche eingefangene hochgiftige Kobra ist bis auf weiteres bei einem Reptilienexperten untergekommen. „Die Schlange ist wohlauf“, hatte eine Stadtsprecherin am Samstag gesagt. „Sie hat wahrscheinlich den stressigsten Tag ihres Lebens gehabt.“ Die Behörden beraten demnach nun, wo das Tier bleiben kann. Ein Biss der in Asien beheimateten Monokelkobra kann lebensgefährlich sein. Aus Sicherheitsgründen lag ein Gegengift in der Uniklinik Düsseldorf bereit. dpa

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