Vermischtes

Technik Zur Entwicklung von Bildern braucht es Chemie

Wie Fotos aufs Papier kommen

Berlin.Gerade noch ist das Blatt nur weiß. Doch dann erscheint langsam ein Schwarz-Weiß-Bild. Das Geheimnis hinter dieser kleinen Zauberei in der Fotografie sind Licht und Chemie. Der Ort dafür heißt Dunkelkammer. Dort kennt sich Foto-Lehrer Arne Reinhardt aus.

Zunächst braucht man einen Film aus einer Kamera, die keine digitalen Aufnahmen macht. Stattdessen werden die Bilder auf Kunststoff gebannt. Jedes Bild ist dabei kaum größer als eine Briefmarke.

In der Dunkelkammer geht es darum, die Bilder auf Fotopapier zu übertragen und zu vergrößern. Fotopapier hat mehrere Schichten. Nur dort, wo Licht auf die Schichten trifft, verwandelt sich das Weiß zu Grau oder Schwarz. Weil man aber schlecht im Dunkeln arbeiten kann, brennt eine rote Leuchte: Auf rotes Licht reagieren die Schichten nicht.

Zuerst geht es zum Vergrößerer: Das ist ein Brett mit einer Stange. An der hängt ein Kästchen mit einer Lampe. Dort kommt das Bild hinein. Wird die Lampe eingeschaltet, erscheint das Bild auf dem Brett. Es ist schwarz-weiß. Reinhardt stellt das Bild scharf und die Größe ein. Dann legt er ein Blatt Fotopapier auf das Brett. Nun endlich darf Licht durch den Film auf das Papier fallen.

Um das Foto auf Papier sichtbar zu machen, muss es entwickelt werden. Dazu wird das Blatt in eine Schale mit einer Flüssigkeit gelegt, dem Entwickler. Nun passiert das kleine Wunder: „Wie scheinbar aus dem Nichts entsteht ein Bild. Und zwar an jeder Stelle gleichzeitig. Zuerst kommen die dunklen Stellen und dann kommen die Grautöne“, beschreibt es der Lehrer.

Ist das Bild gut erkennbar, wird es in eine zweite Schale gelegt. Darin befindet sich eine andere Flüssigkeit. Sie riecht nach Essig und sorgt dafür, dass die Entwicklung gestoppt wird. Sonst würde das Foto immer dunkler werden. Danach kommt das Blatt in eine dritte Schale: das Fixierbad. Das macht das Foto haltbar. Das fertige Foto wird gewaschen und zum Trocknen aufgehängt. dpa

Zum Thema