Vermischtes

Kölner Apotheke Substanz in weiterer Glukose-Tüte entdeckt

Wieder Gift gefunden

Köln/Düsseldorf.Im Fall der vergifteten Glukose aus einer Kölner Apotheke mit zwei Toten haben die Ermittler in einem Tütchen einer weiteren Patientin Spuren der toxischen Substanz festgestellt. Dabei handele es sich nur um sehr geringe Spuren, „die bei einer Einnahme offenbar nicht gesundheitsschädigend gewesen wären“, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Köln auf Anfrage.

Die Patientin hatte das Tütchen nach einem Aufruf der Behörden abgegeben. Der Inhalt war vom Institut für Rechtsmedizin der Universität Köln untersucht worden. Um welche toxische Substanz es sich genau handelt, wollten die Behörden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Im Gesundheitsausschuss des Landtags erklärten Vertreter des Gesundheitsministeriums, die giftige Substanz müsse in der Apotheke in die Glukosetüten gelangt sein. Die Lieferkette könne ausgeschlossen werden.

Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt nach eigenen Angaben in alle Richtungen. Derzeit würden Beweismittel ausgewertet und Zeugen vernommen. „Konkrete Hinweise darauf, dass in der betreffenden Apotheke gelagerte Glukose in anderen Apotheken verkauft worden wäre, liegen – jedenfalls derzeit – nicht vor“, heißt es. Eine schwangere Frau und ihr mit einem Notkaiserschnitt geborenes Baby waren am 19. September an Organversagen gestorben. Zuvor hatte die 28-Jährige eine Glukose-Mischung aus der Apotheke zu sich genommen. dpa

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