Vermischtes

Lebensmittel Wursthersteller ist im Juli von Kontrolleuren besucht worden / Unternehmen wehrt sich gegen Schließung

Wilke-Mitarbeiter bangen um Jobs

Korbach.Im Fall keimbelasteter Wurst bleibt die Zukunft der 200 Beschäftigten des geschlossenen Fleischherstellers Wilke ungewiss. „Aktuell ist es das Wichtigste, dass die Mitarbeiter an ihr Geld kommen“, erklärte Andreas Kampmann von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am Donnerstag. So stünden noch viele Septemberlöhne aus.

In Wilke-Wurst waren wiederholt Listerien nachgewiesen worden. Die Keime können für Menschen mit geschwächtem Immunsystem tödlich sein. Zwei Todesfälle in Hessen werden mit Waren der Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH in Twistetal-Berndorf in Verbindung gebracht. Die Staatsanwaltschaft Kassel ermittelt wegen des Verdachts fahrlässiger Tötung gegen den Geschäftsführer. Laut Gewerkschaft ist die Geschäftsführung nicht zu erreichen. Die Firma hat vorläufige Insolvenz angemeldet.

Unterdessen wehrt sich die Firma: Wilke habe am Donnerstag beim Verwaltungsgericht Kassel einen Eilantrag eingereicht, so ein Gerichtssprecher. Dieser richte sich gegen die Anordnung des Landkreises Waldeck-Frankenberg, der die Produktion gestoppt hatte. Ziel sei, den Betrieb fortführen zu können.

Dabei ist die Firma offenbar noch im Juli legal an ein IFS-Prüfzertifikat des Lebensmittelhandels gekommen. Wilke habe der Prüfungsgesellschaft DQS nötige Unterlagen wie Laboranalysen, Inspektionsberichte und Protokolle der Lebensmittelaufsicht vorgelegt, sagte Stephan Tromp, Geschäftsführer der Dachorganisation IFS-Management. dpa

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