Vermischtes

Listerien-Keime Produkte könnten verarbeitet worden sein

Wilke-Wurst auch in Fertigwaren?

Archivartikel

Korbach/Wiesbaden.Die potenziell mit Keimen belasteten Waren des nordhessischen Wurstherstellers Wilke sind möglicherweise auch in Fertiggerichten anderer Hersteller verarbeitet worden. Das geht aus einer Antwort des hessischen Verbraucherschutzministeriums auf Fragen der Organisation Foodwatch hervor. „Da Wilke an 23 EU-Staaten und Drittstaaten ausgeliefert hat, können wir entlang dieser langen Handelskette nicht ausschließen, dass es an einem Punkt auch zu Weiterverarbeitungen gekommen sein könnte – auch solche Ware ist vom Rückruf betroffen und eingeschlossen“, sagte eine Sprecherin. Welche Hersteller von Fertigprodukten betroffen sein könnten, teilte die Behörde nicht mit.

In Wilke-Wurst waren wiederholt Listerien-Keime gefunden worden. Diese können bei geschwächtem Immunsystem lebensgefährlich sein. Drei Todes- und 37 Krankheitsfälle werden mit Waren des Unternehmens in Verbindung gebracht. Die Staatsanwaltschaft Kassel ermittelt wegen fahrlässiger Tötung. Nach der Schließung des Unternehmens waren alle Waren zurückgerufen worden. Damals hatte der zuständige Landkreis erklärt, andere Marken seien nicht betroffen. Foodwatch kritisierte das Krisenmanagement: „Hessens Behörden müssen endlich alle bekannten Namen von betroffenen Herstellern, Marken, Produkten und Verkaufsstellen nennen. Es wird gemauert und vertuscht“, sagte Martin Rücker, Geschäftsführer der Verbraucherorganisation, der „Bild am Sonntag“. 

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