Vermischtes

Kriminalität 5,27 Millionen Delikte im vergangenen Jahr erfasst / Kindesmissbrauch nimmt zu

Zahl der Straftaten gesunken

Berlin.Die Zahl der polizeilich registrierten Straftaten ist im vergangenen Jahr erneut gesunken. Das geht aus der bundesweiten Kriminalstatistik hervor, die das Bundeskriminalamt (BKA) am Dienstag veröffentlichte. Danach wurden 2019 rund 5,27 Millionen Straftaten von der Polizei erfasst. Das entspricht einem Rückgang um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Verstöße gegen das Ausländerrecht sind in dieser Zahl nicht enthalten. Doch die Statistik offenbart auch Entwicklungen, die betroffen machen: die Zunahme beim sexuellen Missbrauch von Kindern, die steigende Zahl gewalttätiger Jugendlicher und die wachsende Aggressivität, der Polizisten ausgesetzt sind. Im Bereich „Widerstand gegen und tätlicher Angriff auf die Staatsgewalt“ stieg die Anzahl der angezeigten Fälle von 2018 auf 2019 um acht Prozent.

Erschreckend sind zwei Tendenzen, die Minderjährige betreffen – als Opfer und in der Täterstatistik. Die Zahl der Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch lag im vergangenen Jahr mit 13 670 registrierten Straftaten um fast elf Prozent über dem Wert von 2018. Die Zahl der polizeilichen Ermittlungsverfahren wegen Verbreitung kinderpornografischer Schriften stieg sogar um knapp 65 Prozent an. Kinder tauchen in der Statistik auch als Täter auf. So stieg die Zahl der Tatverdächtigen im Alter zwischen 6 und 14 Jahren im vergangenen Jahr um 5,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete die Polizei einen Anstieg bei der Gewaltkriminalität jugendlicher Tatverdächtiger – um knapp 4,6 Prozent auf 23 619 Fälle. dpa

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