Vermischtes

Kriminalität Unfallfahrt von Limburg wirft weiter Fragen auf / Ermittler werten noch Spuren aus

Zeugenvernehmung dauert an

Limburg.Auf der Suche nach den Hintergründen für die vorsätzliche Unfallfahrt im hessischen Limburg werten die Ermittler weiterhin Spuren und Hinweise aus. Die Vernehmung von Zeugen und die Untersuchung von Beweismaterial dauern an, berichtete ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Mittwoch. Die Ermittlungen richteten sich allein gegen den 32 Jahre alten Verdächtigen aus Syrien.

Ob sich der Mann zu der Tat geäußert hat, wurde bisher nicht bekannt. Die Generalstaatsanwaltschaft mache grundsätzlich keine Angaben zum Aussageverhalten, hieß es. Der Verdächtige sitzt wegen des Verdachts des versuchten Mordes, der gefährlichen Körperverletzung und des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr in Untersuchungshaft.

Er soll am Montag in Limburg mit einem gekaperten Lastwagen auf mehrere Autos absichtlich aufgefahren sein und diese zusammengeschoben haben. Dabei wurden acht Menschen und der 32-Jährige selbst leicht verletzt. Aus Sicherheitskreisen hieß es, auf ein terroristisches Motiv gebe es bislang keine Hinweise.

Zuviel Alkohol und Drogen?

Neben dem Tatort an einer viel befahrenen Hauptstraße in Limburg hatten die Ermittler in den vergangenen Tagen auch die Wohnung des Verdächtigen im südhessischen Langen durchsucht sowie die eines Familienangehörigen im Kreis Limburg-Weilburg.

Über den 32-Jährigen ist weiterhin nicht viel bekannt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur lebt der Flüchtling seit 2015 in Deutschland. Seit 2016 hat er einen subsidiären, also eingeschränkten Schutzstatus. Aufgefallen ist er bisher mit Drogendelikten und Gewaltkriminalität. Mehrere Medien zitierten am Mittwoch Bekannte und Angehörige des 32-Jährigen mit Aussagen zu dessen Verhalten. Demnach soll er zu viel Alkohol getrunken und auch Drogen genommen haben.

Die „Frankfurter Neue Presse“ zitierte einen Verwandten, wonach der 32-Jährige für einen Betrieb einen Kleinlastwagen gefahren und bereits in Syrien hinterm Steuer von Lkws gesessen haben soll. Der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft kommentierte diese Angaben nicht. Und ob Alkohol und Drogen bei der Tat eine Rolle spielten, sei Teil der noch laufenden Ermittlungen. 

Zum Thema