VfR Mannheim

MM-Extra-Spiel Fortuna Heddesheim gewinnt auch das Verbandsliga-Derby beim VfR Mannheim

Auf der Erfolgswelle

Archivartikel

Mannheim.Vier Spiele, vier Siege: Fußball-Verbandsligist Fortuna Heddesheim weist weiter eine perfekte Bilanz auf. Das Team von Trainer Rene Gölz kam am Samstag zu einem 2:1 (0:1) im Derby beim VfR Mannheim. Nur wegen des schlechteren Torverhältnisses liegen die Heddesheimer noch hinter dem punktgleichen SV Spielberg und der ATSV Mutschelbach auf dem dritten Rang. Dennoch: Das Team ist auf Kurs. Den Erfolg hatte die Fortuna vor allem Akteuren zu verdanken, die in der vergangenen Runde noch beim inzwischen vom Spielbetrieb der Verbandsliga abgemeldeten VfB Gartenstadt aktiv waren.

Es dürfte die Situation in einem sehr guten Spiel gewesen sein, die das Derby entschied: Beim Stand von 1:0 für den VfR Mannheim pfiff Schiedsrichterin Wiebke Frede in der 37. Minute Elfmeter für die Rasenspieler. Der Hedesheimer Christian Kuhn hatte VfR-Akteur Eric Biedenbach im Strafraum unfair zu Fall gebracht. Bei den Platzherren schnappte ich Fabian Herchenhan den Ball und legte ihn sich auf den Punkt. „Er war in der Vorbereitung und Pokal immer sicher“, sagte später Hakan Atik, der Sportliche Leiter des VfR. Herchenhan trat an, schoss und scheiterte am Heddesheimer Torwart Dennis Broll. Der Keeper war im Sommer vom VfB Gartenstadt gekommen.

Neuzugänge stechen

„Er ist ja der letzte der Gartenstädter Neuzugänge gewesen“, schmunzelte Gölz und sagte: „Wir wollten uns auf der Torhüterposition einfach noch einmal verstärken und als Dennis auf dem Markt war, ist klar gewesen, dass wir ihn wollten.“ Fakt ist: Broll, dessen Bruder Kevin beim Drittligisten Dynamo Dresden am Sonntag gegen den SV Waldhof spielte, ist derzeit die Nummer eins im Heddesheimer Gehäuse. „Er wird einfach von Spieltag zu Spieltag besser, er ist auch ein klasse Typ, passt sehr gut in unseren Kader“, sagte der Fortuna-Coach.

„Kein Vorwurf an Fabian“, betonte derweil Atik, der aber auch klar sagte: „Geht der Elfer rein, dann ist die Partie durch.“ So blieben die Heddesheimer in der Begegnung – und drehten im zweiten Durchgang noch das Spiel. Benedikt Koep hatte den VfR mit 1:0 (28.) in Front geschossen. Patrick Fetzer, wie auch Broll aus Gartenstadt gekommen, verwandelte einen Foulelfmeter zum 1:1 (71.), nachdem Eric Schaaf ausgerechnet vom ehemaligen Heddesheimer Yannick Tewelde im Sechzehner des VfR gefoult worden war.

Kurz danach sah Maurice Mayer nach einem Foulspiel die Gelb-Rote Karte (75.). In Überzahl gelang Heddesheim kurz vor Schluss durch Eric Schaafs platziertem Schuss der umjubelten Siegtreffer (88.). Der VfR hatte aber sogar noch eine große Chance zum 2:2. Doch der Heddesheimer John Malanga rettete auf der Linie nach einem Kopfball von David Keller (90.).

Broll, Fetzer und Schaaf – die drei Neuzugänge vom VfB avancierten somit zu den Matchwinnern. „Wir wussten, dass wir mit Fetzer einen Torjäger bekommen würden. Eric Schaaf ist ein Leader, er hat ein tolles Spiel gemacht. Alle drei haben sich super integriert und bringen uns weiter“, sagte Gölz, der betonte: „Es war stark, wie wir in der zweiten Hälfte aufgetreten sind. Die Gelb-Rote Karte für den VfR hat uns dann noch geholfen. Mit der Punkteausbeute sind wir natürlich zufrieden. Aber momentan sehe ich den SV Spielberg und den ATSV Mutschelbach in der Liga ganz vorne.“

Und der VfR? „Normalerweise müssen wir die Partie im ersten Durchgang entscheiden, wir haben uns aber auch danach nicht belohnt“, sagte VfR-Coach Andreas Backmann nach der zweiten Heimniederlage und machte klar: „Dieses 1:2 haben wir uns selbst eingebrockt.“ Atik sah es gelassen: „Die Mannschaft hat ihre Chancen eben nicht genutzt, aber wir waren vor allem in der ersten Hälfte klar besser. Es geht weiter, die Saison ist ja erst vier Spieltage alt.“

Zum Thema