VfR Mannheim

VfR Mannheim Rasenspieler zählen zu den Mitfavoriten, geben sich aber bescheiden

„Aufstieg“ fehlt im Vokabular

MANNHEIM.Während Mitte Mai einige hundert Meter Luftlinie entfernt die große Drittliga-Aufstiegssause beim Nachbarn SV Waldhof stieg, schauten die Anhänger, Offiziellen und Akteure des VfR Mannheim in die Röhre – wieder einmal. Erneut hatten die Rasenspieler den Aufstieg in die Oberliga verpasst und lagen angesichts von Rang neun und mit Blick auf die eigenen Ansprüchen ordentlich daneben. Zudem haben dem deutschen Meister von 1949 in den vergangenen beiden Jahren auch noch der VfB Gartenstadt und Fortuna Heddesheim den Rang abgelaufen.

Vor diesem Hintergrund stapelt der Verbandsligist vor der neuen Runde etwas tiefer. Das Wort Aufstieg ist tabu, dennoch zählt das Team von Trainer Serkan Secerli, der trotz seines unglücklichen ersten Jahrs weiter die sportliche Verantwortung trägt, zu den Mitfavoriten im Kampf um die begehrten Plätze eins und zwei.

Zwölf Akteure des Kaders aus der Vorsaison haben den VfR verlassen, 16 Spieler sind gekommen. Das aktuelle Team hat somit ein fast ganz neues Gesicht. „Wir wollten einfach einen neuen Geist in die Mannschaft bekommen“, sagt der Sportliche Leiter Jener Külbag, der zusammen mit Coach Secerli vor allem nach „Typen“ suchte, die eine gesunde Einstellung mitbringen.

Gefunden haben sie unter anderen Harun Solak. Der 26-Jährige trug das VfR-Trikot schon einmal in der Saison 2015/2016. Und der Angreifer spricht das aus, was viele im Club gerne sehen würden. „Ich will mithelfen, dass der Verein wieder in die Oberliga kommt“, sagt Solak, der zuletzt beim FCA Walldorf II spielte.

Pokalerfolg macht Mut

Weiter verstärken Jascha Glückschalt, der vom SV Sandhausen II kam, Sahin Aygünes, der zuletzt für den türkischen Drittligisten Zonguldak Kömürspor stürmte, Erdem Dogan (Arminia Ludwigshafen), Christian Grimm (FK Pirmasens), Yannick Haag (FC 08 Villingen), Nick Huller (SV Spielberg), David Keller, Yannick Schneider (beide TSG 62/09 Weinheim), Georgis Roumeliotis (SV Spielberg), Giuliano Gaetano, Brian Oritz (KSA Georgia), Can Özgün, Christopher Niyety (beide eigene Jugend) und Kwadwo Twumasi (SSC Constanta) den Kader. Neu ist auch Yannick Tewelde (Fortuna Heddesheim), der aber wegen einer Verletzung wohl erst in der Rückrunde spielen kann.

„Wir wollen so schnell es geht zu einer Einheit auf und außerhalb des Platzes werden. Mit der Vorbereitung waren wir im Großen und Ganze zufrieden. Der Sieg in der dritten Pokalrunde gegen den Oberligisten 1. FC Pforzheim – das 5:3 nach Elfmeterschießen – war wichtig für unser Selbstvertrauen“, sagt Külbag, der aber betont: „Vom Aufstieg wird nicht gesprochen.“ Erst einmal jedenfalls. bol

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