VfR Mannheim

Fußball Nach vielen Vereinswechseln fühlt sich Stürmer Yanick Haag beim VfR Mannheim wohl

Gelungener Neustart

Ludwigshafen.Momentan ist es für Yanick Haag nicht einfach, zu seinem Verein zu kommen. Der 24-Jährige wohnt in Ludwigshafen. Und spielt beim Fußball-Verbandsligisten VfR Mannheim. „Die Hochstraßenproblematik betrifft mich leider auch“, berichtet der Angreifer der Rasenspieler und erklärt: „Für die neun Kilometer von meinem Wohnort zum Trainingsplatz am Rhein-Neckar-Stadion benötige ich gerade mit dem Auto über 40 Minuten. Das ist nervig.“ Doch Haag behält die Nerven. Wie in der laufenden Saison übrigens auch auf dem Spielfeld, wenn er vor dem gegnerischen Gehäuse steht.

Der Maudacher, der an der Hochschule Ludwigshafen seit diesem Jahr Betriebswissenschaft studiert, hat bei seinen 14 Einsätzen für den VfR schon neun Treffer erzielt. Jüngst zeigte er seine Knipserqualitäten im Derby gegen die U 23 des Stadtrivalen SV Waldhof. Haag traf zum zwischenzeitlichen 1:1. Am Ende durfte sich der Stürmer zusammen mit seinen Teamkollegen über ein 3:2 nach 1:2-Rückstand freuen.

13 Einsätze für den SV Waldhof

„Wir sind über gewonnene Zweikämpfe wieder zurück ins Spiel gekommen. Der Erfolg war auch wichtig für das Selbstvertrauen“, betont Haag. Beim 2:1-Hinspielsieg zum Saisonauftakt traf er gegen seinen Ex-Club übrigens auch. Aber wie landete Haag eigentlich bei den Rasenspielern? Mit dem Fußball begann er beim pfälzischen Club Alemannia Maudach. „Mit zwölf Jahren kam ich zur TSG Hoffenheim, habe dort in der U-17-Bundesliga gespielt. In der U 19 hatte ich dann wenige Einsätze. Deshalb habe ich mich entschlossen, zum SV Waldhof zu wechseln“, berichtet er. In der Saison 2014/15 kam der Offensivspieler für den damaligen Regionalligisten als 19-Jähriger zu 13 Einsätzen. In der Runde darauf ließ der SVW Haag aber meist nur noch in der zweiten Mannschaft ran. „Ich wollte daraufhin nicht mehr und bin zum SV Spielberg“, erzählt der Pfälzer. Doch 2016 trug er schon wieder ein anderes Trikot. Beim SV Hauenstein absolvierte er eine komplette Saison, traf in 30 Partien 17 Mal. Dann ging Haag 2017 zum Nordost-Regionalligisten ZFC Meuselwitz. Ein Jahr später begann sein Bruder eine Polizeiausbildung in Villingen-Schwenningen. „Der Verein FC 08 Villingen hat mir ein super Angebot gemacht, also bin ich in den Schwarzwald“, erklärt Haag und ergänzt: „Aber der Verein hat seine Versprechen leider nicht gehalten.“ Nach 18 Partien und vier Toren für die Schwarzwälder kehrte er in die Heimat zurück.

„Ich wollte noch einmal von vorne beginnen, habe das Studium angefangen. Zugleich wurde der VfR auf mich aufmerksam und hat mich gefragt, ob ich kommen möchte. Der Verein ist eine gute Adresse. So kam es, dass ich nun hier bin“, sagt Haag mit einem Lächeln. Auch wenn die Mannschaft momentan weit hinter den Erwartungen bleibt, macht es Haag beim VfR Spaß. „Wir haben viele junge Leute, der Druck ist immer groß hier, da muss man erst noch lernen, damit umzugehen“, erläutert der 24-Jährige, der aber betont: „Wir haben nun bald Winterpause, da wird noch einmal die Reset-Taste gedrückt. Der neue Coach Uli Brecht wird dem Team seinen Stempel aufdrücken.“